„Coffee to go“ – Neues Pfandbecher-Angebot – so einfach und doch einmalig in Deutschland!

Die Deutschen produzieren so viel Müll wie kein anderes europäisches Land. Wollten wir nicht alle weniger Müll produzieren? Dass „To go“ viel Müll produziert, sollte bekannt sein. Trotzdem gibt es immer mehr solcher Produkte. Jede Stunde landen etwa 320.000 Kaffeebecher in Deutschland im Müll. Coffee to go ist in Deutschland beliebt und ein Ende ist nicht in Sicht. „ToGo“ ist überall – Wir bechern uns durchs Leben.  Wenn  2,8 Milliarden Einwegbecher im Müll landen, bedeutet dies, dass für das Papier 43.000 Bäume gefällt und rund 1,5 Milliarden Liter Wasser benötigt wurden, um diese „Coffee to go“-Becher herzustellen. Außerdem lassen sich die Pappbecher nicht recyceln, weil sie von innen mit Kunststoff beschichtet sind. Wie viel Kaffee müssen die Menschen, die mit ihren „Coffee to go“-Becher herumrennen, noch trinken, damit sie endlich aufwachen? Eigentlich ist es so einfach und doch ist das System bislang einmalig in Deutschland. Um der Flut von Einwegbechern etwas entgegenzusetzen, ist in Kiel ein neues Pfandsystem für Mehrwegbecher gestartet. Dabei werden Becher und Deckel zentral gereinigt und wieder ausgegeben. Bedeutet, man bekommt einen Mehrwegbecher für einen Euro Pfand  und kann diesen an rund 190 Standorten in Kiel und der Umgebung wieder zurückgeben. Super, endlich aufgewacht!

Die kleinen To-Go-Pappbecher mit den weißen Plastikdeckeln sind kaum mehr aus Einkaufszentren, Bahnhofshallen oder Raststätten wegzudenken – mit schlimmen Folgen!

Jeder Deutsche trinkt durchschnittlich 150 Liter Kaffee pro Jahr, davon bereits über 40% als Kaffee ToGo. Wir leben in einer Zeit, die wir auch als das Jahrhundert der „Ex und Hopp“-Mentalität bezeichnen können. Gerade am Beispiel Kaffee wird es ganz deutlich. Heute sitzt man nicht mehr bei einer Tasse Kaffee gemütlich beisammen. Heute läuft man und läuft und läuft und kommt aus dem Laufen und dem ständigen Unterwegssein scheinbar nicht mehr heraus. Heute mahlt man seinen Kaffee auch nicht mehr. Nein, heute benutzt man Kapseln oder Pads für einen Kaffee. Heute werden Kaffeefilter nicht mehr auf den Kompost geworfen, sondern man findet überall diese Becher ToGo – oft achtlos irgendwo in der Natur zurückgelassen. Das „Ex und Hopp“-Jahrhundert hinterlässt seine Spuren, nicht wie die sogenannten Steinzeitmenschen mit Höhlenmalerei, sondern mit so viel Müll, dass wir uns fragen sollten, wann wir die Grenze erreicht haben, damit wir überhaupt noch Platz zum Wohnen finden.

„Coffee to go“ – Das Bechersyndrom und seine schmutzigen Folgen

Nach nur durchschnittlich 15 Minuten landet ein Einwegbecher im Müll. Wenn etwa 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher im Müll landen, bedeutet das: 43.000 Bäume wurden für das Papier gefällt und rund 1,5 Milliarden Liter Wasser für die Herstellung verwendet. Dann kommen die Rohstoffe für den Plastikdeckel noch hinzu. Insgesamt macht das alles zusammen etwa 28.000 Tonnen Müll!

All die kleinen Plastikbecher summieren sich, und zählt man alle weggeworfenen ToGos weltweit zusammen, ergibt es eine Kette, die sich zehneinhalb Mal rund um den Äquator wickeln ließe.

Dazu auch:Ein wahnsinnig hoher Preis: „Coffee to go“ – Das Jahrhundert der „Ex-und-Hopp“-Mentalität, nicht ohne Folgen!

Während Sie diesen Text lesen, sind in Deutschland wieder mehr als 20.000 To-Go-Pappbecher im Müll gelandet.

Mittlerweile bietet jede Bäckerei zu einem „ToGo-Brötchen“ auch gleich einen „ToGo-Kaffee“ an. „ToGo“ ist überall – Wir bechern uns durchs Leben. Mittlerweile ist es möglich, bei vielen Bäckereien oder Raststätten seinen Mehrwegbecher mitzubringen. Es gibt sogar teilweise Rabatt. Doch was ist, wenn man seinen Mehrwegbecher nicht dabei hat?

Neues Pfandbecher-Angebot – so einfach und doch einmalig in Deutschland!

Die Reduzierung von Kunststoffen steht hoch auf der Agenda und auch in Europa wurden Gesetze verabschiedet, denn jedes Jahr fallen in der EU rund 26 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an. Damit gehört die EU zu den Spitzenreitern und die Deutschen produzieren so viel Müll wie kein anderes europäisches Land. Nur etwa 42% des Plastik-Mülls in Deutschland werden recycelt. Unter dem Motto: „aus den Augen, aus dem Sinn“ wird der Plastikmüll nach Asien exportiert. Doch gerade dort gibt es ein weiteres Problem: China, Indonesien, die Philippinen, Thailand und Vietnam werfen mehr Plastik in die Ozeane als der Rest der Welt zusammen und genau hierhin wird der Plastikmüll der EU exportiert. Doch immer mehr asiatische Länder wollen keine Müllhalde für die Welt sein und schicken den Müll in die Herkunftsländer zurück!

Wie aus Togo-Kaffee ToGo wurde

Über die Erfindung des ToGo-Kaffees wird wie folgt berichtet:

Einem abgewirtschafteten Coffeeshop-Betreiber in den USA gingen die Porzellantassen aus. Zu viele seiner Kaffeetassen ließen ihr Leben im Spülbecken. Geld für den Kauf neuer Tassen hatte er nicht mehr. So kam er auf die abstruse Idee, seine leckeren Brühprodukte in Pappbechern abzufüllen. Beim ersten Probetrinken kam dann der Aufschrei: „Oh (my) God! That sucks“. („Du meine Güte, das ist echt beschissen!“). Trotzdem (oder gar deswegen?) entwickelte er die Idee, seinen Kunden für diese Erfindung horrende Summen abzuverlangen. Auf der Suche nach einem Namen entsann er sich seines ersten Aufschreis. Er verdrehte die Buchstaben (Dogho), hübschte sie ein wenig auf und so entstand die Wortschöpfung „ToGo“. Und jedes Mal, wenn die Kasse klingelt, verrät ihn, und mittlerweile nicht mehr nur ihn, ein maliziöses Grienen in den Mundwinkeln. Siehe „ToGo“ ist überall – Wir bechern uns durchs Leben.

Dass „To go“ viel Müll produziert, sollte bekannt sein, doch damit ist in Kiel jetzt Schluss!

Kaffeetrinker können für einen Euro Pfand einen Becher leihen und an rund 190 Standorten in Kiel und der Umgebung wieder zurückgeben. Für einen weiteren Euro Pfand gibt es auch den Deckel dazu. Das System ist bislang einmalig in Deutschland.

Verantwortlich für das neue System in Kiel ist unter anderem Volker Lange vom Mehrwegbecherhersteller Tobago Cup & Go in Bad Segeberg. Er und seine Kollegen holen die Becher von den Filialen ab, waschen sie in Bad Segeberg und verteilen sie wieder. Eine App zeigt Kaffeetrinkern an, wo sie überall ihren Becher zurückgeben können. Es sei das erste System dieser Art, das Mehrwegbecherhersteller zusammen mit Bäckereien in Deutschland entwickelt haben, so Lange. Ein gleiches System soll demnächst in Leipzig an den Start gehen. so der Beitrag von NDR.

Hoffen wir, dass die To-Go-Fans auch hier mitmachen werden, denn da ein To-Go-Pappbecher nicht recycelt werden kann, weil der Becher von innen mit Kunststoff beschichtet ist und unglaublich viel Müll verursacht, verbannte eine Kaffee-Kette die Einwegbecher. Wer nun glaubt, dass es sich für das Unternehmen gelohnt hat, wird enttäuscht. Besitzer Sam Roberts sagte dem BBC, er habe den Verlust bei den Einnahmen in seine Pläne mit einbezogen und dass zu viele Betreiber „ihren Gewinn vor den Planeten stellen“. Er sieht es anders und macht weiter, trotz eines Umsatzverlusts in Höhe von 250.000 GBP, seit er im letzten Sommer 2018 die Einwegbecher aus seiner Kaffee-Kette verbannte.

Boston Tea Party hat 21 Niederlassungen in ganz England

Rebecca Burgess, Geschäftsführerin der Kampagne zur Bekämpfung der Kunststoffverschmutzung, City to Sea, lobte BTPs „Mut“. Die Kette mit 22 Niederlassungen in England und in Bristol hat im Juni 2018 mit dem Verbot begonnen .

Seien wir doch mal ehrlich: Diese ToGos, und die gibt es übrigens auch schon für Tee, lassen sich doch viel besser als To Sit genießen. Für die Autofahrt eignen sich hingegen dauerhafte Behälter. Sie sind sogar besser als diese ToGos, weil sie länger warm halten und mehr Schutz vor dem Überschwappen von heißem Kaffee bieten. Viele Verbraucher scheinen vergessen zu haben, dass es diese Möglichkeit gibt. Dabei kann man diese dauerhaften Behälter auch an Raststätten ganz einfach nachfüllen lassen – und das beste daran: Schon hat man keinen Müll produziert. Die allerbeste Lösung ist aber immer noch die altbekannte Thermoskanne, für die man den Kaffee bequem zu Hause zubereiten kann. So hat man sogar immer seinen Lieblingskaffee dabei.

ToGo ist überall, fragt sich nur, wie weit ist es noch nach ToSit? Wir bechern uns nicht weiter durchs Leben.

Netzfrau Doro Schreier

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„Coffee to go“ – Das Bechersyndrom und seine „schmutzigen“ Folgen

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. vor allem sind die konsumtrottel so doof, dass sie auf der einen seite z.b. extrem an haushaltstrom sparen aber wenn sie sich jeden tag nur allein 2€ für kaffee to go leisten, bezahlen sie im monat genau so viel wie für den strom 60€/monat–da kann man doch viel mehr geld sparen wenn man auf die leistungsdrogen to go verzichtet

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