Bizarre Situation in Europa! Nahrungsmittelknappheit! „Das Schlimmste steht noch bevor“!

Wir nehmen das Überangebot in unseren Supermärkten als selbstverständlich hin. Dass das meiste Gemüse aus dem Ausland kommt, sollte mittlerweile jedem Verbraucher klar sein. Und genau da, wo in Europa das meiste Gemüse angebaut wird, nämlich in Spanien, ist die Region von einem schrecklichen Unwetter betroffen. Das Thema Klima hat mittlerweile auch die Medien erreicht, doch warum verschweigt man, dass die Wetterextreme in Europa eine Nahrungsmittelkrise verursachen können? Immer weniger Obst und Gemüse werden in Deutschland angebaut und das, was konventionell angebaut wird, ist meist auch noch für den Export gedacht. Spitzenreiter bei der Einfuhr von frischem Gemüse sind die Tomaten mit rund 700.000 Tonnen vor Paprika mit 300.000 Tonnen. Genau dort, wo Obst und Gemüse in Europa für die Supermärkte und Discounter angebaut wird,  gefährden Wetterextreme den Obst- und Gemüsebau, und zwar in  Alicante, Valencia, Murcia und Almería. Starke Regenfälle haben in Almería die Salatpflanzen und auch andere Gemüsesorten für den Handel regelrecht überflutet.  Laut den Produzenten „steht das Schlimmste noch bevor“. Früher bestellten die andalusischen Bauern ihre Felder nur, wenn es im Frühling regnete. Heute ernten Gastarbeiter aus Marokko oder Afrika südlich der Sahara auf den riesigen Anbauflächen mehrmals im Jahr. In der spanischen Provinz Almeria werden in über 40.000 Gewächshäusern  mit billigen Arbeitskräften Gemüse für die Supermärkte und Discounter angebaut, doch ein Großteil der aus Plastikplanen bestehenden Gewächshäuser ist zerstört.

„Das Schlimmste steht noch bevor“…

Daños por el temporal / COAG

Ein solches Wetterextrem hat die Region, in der das Gemüse für Europäische Supermärkte und Discounter angebaut wird, noch nie erlebt. Allein in Níjar in der Provinz Almería  wurden rund 200 Hektar Gewächshäuser verwüstet. Zahlreiche Kulturpflanzen wie Tomaten, Paprika, Auberginen, Zucchini usw. wurden von den Überschwemmungen zerstört.

In der spanischen Levante hört der Sturm nicht auf. Starke Regenfälle mit mehr als 350 Litern pro Quadratmeter und Tornados in den letzten 24 Stunden haben zum Überlaufen von Flüssen und Überschwemmungen geführt, so die Nachricht aus Spanien. In etwa 40.000 Gewächshäusern in der spanischen Provinz Almeria arbeitet eine Armee von modernen „Sklaven“  teils unter unmenschlichen Bedingungen, damit Obst und Gemüse aus Spanien zu jeder Jahreszeit die Regale der Supermärkte füllen. Diese Gewächshäuser bestehen aus Plastikplanen. 40.000 Tonnen Polyethylen, häufig vermischt mit Pflanzenschutzmitteln, haben dem Sturm nicht standhalten können. Plastikmüll, wohin man schaut. Die „modernen Sklaven“ versuchen zu retten, was zu retten ist.

„Die starken Regenfälle in Almería haben in unserer Landwirtschaft erhebliche Schäden hinterlassen. Diese Bilder wurden uns gerade von unseren Kollegen von COAG Almería geschickt, die alle betroffenen Gebiete bereisen, um eine Bestandsaufnahme dieser Katastrophe vorzunehmen,“ so die Nachricht auf Facebook.

Es ist eine Katastrophe, von der wir alle betroffen sind.

Der Direktor von Proexport, Fernando Gómez, hat die Erzeuger gebeten, ihre Unternehmen nicht zu verlassen und gefährliche Situationen zu vermeiden. Er weist darauf hin, dass es zu früh sei, um die Schäden an Feldfrüchten und Obst- und Gemüsefirmen abzuschätzen, da es immer wieder regnet und schwierig ist, bestimmte Gebiete zu betreten. Es ist sicher, dass der Schaden beträchtlich sein wird. Gemüse wie Salat, Spinat und Sellerie, die für diese Jahreszeit gepflanzt wurden, müssen wahrscheinlich erneut gepflanzt werden, was die Ernte bis in den November hinauszögert.

Im Winter wird es  zu wenig Blattgemüse geben

Die Katastrophe wird es bei Blattgemüse geben, so die Produzenten. Denn die Felder in Murcia und Alicante stehen vollständig unter Wasser. Dies kann, da diese Regionen der größte Blattgemüselieferant sind, erhebliche Auswirkungen auf die Marktsituation haben, da sich die spanische Saison stark verzögern und Engpässe auftreten können. Betroffen sind auch Brokkoli und Eisbergsalat.

Auch kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht festgestellt werden, wann überhaupt wieder neue Pflanzen gepflanzt werden können.

Gemüserationierung auf Grund von Lieferengpass!

Wir erinnern uns: Im Januar 2017 gab es auf Grund des Frostes in Spanien eine Salatkrise, eine Zucchinikrise, eine Gurkenkrise und auch eine Auberginenkrise. Die europäischen Gemüsehändler könnten auf Produkte wie Zucchini aus Marokko zurückgreifen, doch die hoben den Preis an, denn Angebot und Nachfrage gelten auch bei Nahrungsmitteln. Siehe: Bizarre Situation in Europa – Sieht fast schon aus wie eine Hungersnot! Gemüserationierung auf Grund von Lieferengpass!

Nick Matthews von @totalbristol twittert, dass sie ihre Zucchini bewachen: Ich will ja nicht sagen, dass es einen #Courgettes-Mangel gibt, aber wir mussten heute Bewachungspersonal einstellen!! #courgettecrisis [Courgettes = Zucchini]

Auch 2018 sorgten Wetterextreme für ein Chaos auf dem Obst- und Gemüsemarkt. Während es eine Tomatenschwemme gab, im Zuge derer die Tomaten einfach weggeworfen wurden, und auch, weil es zu viel Salat und oder Broccoli gab, die auf den Feldern mit dem Mulchgerät zerkleinert wurden, blieben die Regale für bestimmte Produkte leer oder man kaufte aus entfernten Ländern zu. So lagen in den Supermärkten Kartoffeln aus Neuseeland oder Zwiebeln aus China. Siehe:  Kommt eine Gemüsekrise?

Ein Wahnsinn wohin man schaut!

Überall liest man in den Medien vom Klimawandel. Leider wird das Problem mit den Importen aus fernen Ländern nicht erwähnt. Rechnet man die Entfernungen zusammen, die Lebensmittel von ihrem Produktionsort aus zurücklegen, bis sie dann endlich im Einkaufswagen landen, kommt man durchschnittlich auf 50.000 Kilometer. Ob nun Weintrauben aus Peru, Ananas aus Ecuador, Himbeeren aus Marokko oder Erdbeeren aus Ägypten, dazu Avocados aus Chile und Mexiko oder Mangos aus Brasilien.

Statt den Import aus fernen Ländern einzustellen, macht man es wie in Polen, als die Bauern protestierten, dass sie ihre Äpfel nicht los wurden, weil aus anderen Ländern billiger importiert werden konnte. Auch hier vergammelten die Äpfel oder man warf sie einfach in den Müll.

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll

Laut dem Bundesministerium für Ernährung ist dies nicht nur ein ethisches, sondern auch ein ökologisches und ökonomisches Problem. Immerhin werden sowohl für die Erzeugung als auch für die Vernichtung von Waren Rohstoffe, Energie und Wasser benötigt. Mit jedem Lebensmittel, das unnötig im Müll landet, werden also wertvolle Ressourcen verschwendet. Doch hier sei die Frage erlaubt, warum dann die Bundesregierung nicht endlich auch die Supermärkte und Discounter dafür bestraft, dass sie solche Maßstäbe setzen mit dem Ergebnis, dass Millionen Tonnen auf den Müll statt in den Regalen landen?!

Mehr als ein Drittel des Obstes und Gemüses, das in Europa angebaut wird, landet im Abfall, weil es ein bisschen anders aussieht, heißt es in der Studie.

Paradox – auf der einen Seite gibt es eine Überproduktion und diese landet auf dem Müll oder wird untergepflügt – auf der anderen Seite wird es demnächst wahrscheinlich keine ausreichende Ware mehr geben. Die meisten Lebensmittel, die uns in Supermärkten zur Verfügung stehen, haben lange Transportwege hinter sich. Supermärkte setzen Maßstäbe und so landen Millionen Tonnen auf dem Müll statt in den Regalen.

Spätestens, nachdem ein Norovirus der Auslöser war, als 10.000 Menschen erkrankten, wissen wir, dass auch aus China Erdbeeren importiert werden. Paradox! Europäer bekommen Tomaten aus China und dank Ausbeutung und durch Subventionen zerstören italienische Tomaten den australischen und neuseeländischen Markt. Dafür kommen dann die europäischen Verbraucher Äpfel und Zwiebeln aus Neuseeland und europäische Zwiebeln überfluten Afrikas Märkte. Und als endlich auch die Erdbeeren in Europa reif waren,  blieb ein Erdbeerbauer auf einer Tonne Erdbeeren sitzen. Der Handel wollte ihm die Ernte nicht abkaufen. Die Beeren waren zu wenig homogen.

Obwohl flächenmäßig in Deutschland der Spargel mit rund 20.000 ha an der Spitze im Gemüsebau liegt, gibt es Spargel aus China, weil billiger. Europa ist für China Hauptexportmarkt für gefrorenes Obst und Gemüse.

Gemüse aus dem Plastikgarten Europas – dort, wo Wetterextreme den Obst- und Gemüsebau zerstören!

Aber auch in Europa wird Gemüse und Obst angebaut, und zwar in Spanien. Doch die Gewächshäuser sind zum Teil zerstört und das Gemüse ebenso. Da sehr viel Pestizide und andere Chemikalien verwendet werden, sollte man auch den weiteren Anbau in Frage stellen.

Andalusiens Landwirte sind die wichtigsten Obst- und Gemüselieferanten der EU!

Viele Verbraucher wollen das ganze Jahr über Kopfsalat, Tomaten und Gurken.

Auf Grund der Preise bieten Supermärkte noch nicht einmal in der Erntesaison Ware aus regionalem Anbau an. Wer auf nährstoffreiches Gemüse und Obst Wert legt, sollte sich besser nicht auf das Angebot im Supermarkt verlassen. Das Gemüse ist in der Regel äußerlich makellos, doch unter welchen Bedingungen die Ware angebaut wurde, sieht man ihm nicht an und auch nicht, wie viele Pestizide verwendet wurden. Hinzu kommt, dass fast alles gleich schmeckt. Viele Sorten werden heute im Labor hergestellt, bevor sie unter Plastikfolien heranreifen.

Das größte Anbaugebiet für den deutschen Gemüsemarkt liegt in der südspanischen Provinz Almeria.

Dass Obst und Gemüse in Supermärkten so billig zu kaufen sind, wird andernorts teuer bezahlt. In der spanischen Provinz Almeria werden Arbeiterinnen und Arbeiter ausgebeutet und die industrialisierte Landwirtschaft hinterlässt ihre Spuren in der Umwelt.

El Ejido in der Region Andalusien ist durch den Gemüseanbau in Gewächshäusern geprägt. Die Umgebung El Ejidos in Südspanien gleicht einer unfruchtbaren und steinigen Wüste. Hier wächst in Treibhäusern das ganze Jahr über Obst und Gemüse. Mehr als 70 Landwirtschaftsunternehmen sind dort angesiedelt.

channel4.com – Spanien

Bis zu 120 000 Menschen arbeiten in der Provinz Almeria und produzieren jährlich fast drei Millionen Tonnen Obst und Gemüse für den Export nach Großbritannien und Nordeuropa. Besonders übel wird den afrikanischen Immigranten mitgespielt, die mancherorts in Elendsgettos zwischen den Plantagen hausen – oftmals ohne Wasser, Strom und Toilette. Und ohne Rechte. Rund 2500 ausländische Erntehelfer, berichtete spanienlive.com leben allein in Huelva in Karton- und Plastikbehausungen. Siehe: Gemüse aus dem Plastikgarten Europas – Ausbeutung, Lohndumping, Sklaverei, Pestizide, Genmanipulation

Auch diese Menschen sind von den Wetterextremen in Spanien betroffen, doch darüber schweigt man lieber, damit der Verbraucher kein „schlechtes“ Gewissen bekommt.

Ob aber der Verbraucher Obst und Gemüse in Supermärkten aus Spanien in Zukunft so billig kaufen kann, ist auf Grund der Wetterextreme in Spanien fraglich.

Die derzeitige Situation zeigt, dass die Konzentration der Nahrungsmittelproduktion wie Gemüse und Obst auf nur wenige Länder verheerende Folgen für die Ernährung in Europa hat. Hinzu kommen die Spekulanten, die sich an dem Segment Nahrungsmittel eine goldene Nase verdienen. Verknappung lässt die Kurse nach oben steigen und am Ende zahlen die Ärmsten, die sich diese Ware nicht mehr leisten können, mit einem hohen Preis. Siehe: Wird Getreide für Nahrungsmittel ein Luxusgut? 

Netzfrau Doro Schreier

Gemüse aus dem Plastikgarten Europas – Ausbeutung, Lohndumping, Sklaverei, Pestizide, Genmanipulation

Foodwaste – Großhändler weist eine Tonne Erdbeeren zurück – die Beeren seien zu wenig homogen!

Eine Schande! Während Menschen hungern! Mehr als 50 Millionen Tonnen krummes Obst und Gemüse werden jährlich in Europa weggeworfen – More than 50,000,000 tonnes of wonky fruit and veg is thrown away each year

Verrückt – Weintrauben aus Indien – nicht nur mit Pestiziden sondern auch in 250g-Plastikverpackungen

Paradox! Europäer bekommen Tomaten aus China und dank Ausbeutung und durch Subventionen zerstören italienische Tomaten australischen Markt

Europa wird mit Zwiebeln aus China überflutet und europäische Zwiebeln überfluten Afrika

Schockierend! Nach Behandlung mit Silikonspray, Farbstoffen und Injektionen landet altes Gemüse und Obst wieder frisch auf dem Teller – Vegetable Scam: This Video Will Make You Question The „healthy“ Vegetables You Buy

Erntehelfer sterben in Italien – sie lebten wie Sklaven – Nur durch Ausbeutung und Subventionen ist es möglich, dass italienische Tomaten so günstig exportiert werden können! – Mafia uses slave labour for tinned tomatoes dumped in Australia

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Und was ist mit der „Spanischen Ware aus dem Süden Marokkos?
    Die Bevölkerung darf dort für Europa dursten ?!Wasserknappheit!?

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