R.I.P. Albertina Martinez Burgos, chilenische Fotojournalistin wurde brutal ermordet! – Chilean journalist Albertina Martínez Burgos found dead in Santiago

zur englischen Version Unter tiefem und aufrichtigem Schmerz informieren wir über den grausamen Mord an der chilenischen Fotojournalistin und Frauenrechtlerin Albertina Martinez Burgos. Albertina hat als Fotografin an den Protesten gegen die Regierung von Sebastián Piñera in Chile teilgenommen und den Missbrauch von Frauen und Journalisten durch die staatlichen Sicherheitskräfte fotografiert. Man fand Albertina in ihrem Haus, in Santiago de Chile. Die 38-Jährige war vor ihrem Tod verprügelt worden und ihr Körper war mit Stichwunden übersät. Ihre Kamera und der Computer sind verschwunden. Immer mehr Frauen machen darauf aufmerksam, dass sie von der Polizei festgenommen, vergewaltigt und brutal misshandelt werden. Viele Frauen, die festgenommen wurden, sind plötzlich verschwunden, ohne dass deren Familien Antworten auf Fragen bekommen. Genau darüber wollte Albertina Martinez Burgos berichten, doch dazu kommt es nicht mehr, denn alle Beweise sind weg. Nach dem Tod von Albertina hat auch das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) in einem veröffentlichten Bericht festgestellt, dass in Chile Polizei und Militär seit Beginn des landesweiten Aufstands am 18. Oktober 2019 massiv Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Doch für viele kommt der Bericht zu spät. Laut Reporter ohne Grenzen sind allein dieses Jahr ca 50 Medienschaffende getötet worden und 389 sind im Gefängnis. Und auch dieses Jahr sind wieder hunderte Aktivisten getötet worden- Eurer Profit ist kostet uns das Leben – wann hört dieses Morden endlich auf?

R.I.P. Albertina Martinez Burgos, chilenische Fotojournalistin wurde brutal ermordet, weil sie über Gewalt gegen Frauen während Protesten berichtete

Die Journalistin Albertina Martinez Burgos wurde in ihrer Wohnung in der Innenstadt von Santiago de Chile brutal ermordet aufgefunden. Das gesamte Material ihrer Berichterstattung über die gewaltsame Unterdrückung der Proteste durch die Polizei ist verschwunden. Wir hatten bereits über den brutalen Tod von Albertina berichtet. Albertina hat die brutale Gewalt durch das Militär und Polizei in Chile dokumentiert und war auch als Fotografin an den Demonstrationen beteiligt. Sie dokumentierte die Gewalt gegen Journalistinnen und Frauen.

Wer zu viel weiß, wer Beweise hat und die Wahrheit an die Öffentlichkeit zerrt, lebt nicht nur gefährlich, sondern wird ermordet. 

Dazu auch:Der weltweite Ausverkauf der Medien – Medien als Investment! Here’s why billionaires keep buying media!

Umweltaktivisten, Menschenrechtsaktivisten Blogger und Journalisten – Bedroht, entführt, ermordet – für die Wahrheit

Doch nicht nur in Lateinamerika, Asien oder Afrika werden Menschen, die sich für die Wahrheit einsetzen werden, ermordet, sondern auch in Europa. Wir sehen es am Beispiel Daphne Caruana Galizia aus Malta. Erst zwei Jahre nach ihrer grausamen Ermordung am 16. Oktober 2017 gibt es in Malta Konsequenzen. Im Februar 2018 wurden die Leichen von Ján Kuciak, einem slowakischen investigativen Journalisten, und seiner Verlobten Martina Kušnírová in ihrer Wohnung gefunden. Beide waren erschossen worden. Im Oktober 2018 dann die Ermordung der bulgarischen Journalistin Marinova.

150 Blogger und 165 Journalisten sitzen zurzeit irgendwo auf der Welt in Haft. Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein. Allein 2018 wurden fast 80 Journalisten und Blogger getötet. 2019 wurden nach Aussage von Reporter ohne Grenzen weltweit mindestens 49 Medienschaffende getötet und weltweit sind 389 Journalistinnen, Journalisten und andere Medienschaffende in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit im Gefängnis.

Die Wahrheit hat es in der heutigen Zeit wirklich schwer und ist ein tödliches Gut.

Proteste in Chile: UN sieht massive Menschenrechtsverletzungen durch Staat

Seit Oktober 2019 versinkt Chile in einem Krieg und nicht nur Chile, sondern ganz Lateinamerika. 

protesta Chile

Bereits am 20.Oktober wurde Daniela Carrasco, auch bekannt als La Mimo, ermordet aufgefunden. Sie war eine chilenische Straßenkünstlerin, die sich an den Massenprotesten gegen die Regierung beteiligte. Daniela Carrasco wurde nur 36 Jahre alt. Man hatte sie zuletzt gesehen, als sie von der Polizei verhaftet wurde. Wenig später fand man Daniela an einem Zaun südlich von Santiago aufgehängt. Auch  Daniela war  „vergewaltigt, gefoltert und getötet“ worden, weil sie, wie viele andere chilenische Frauen, gegen die Regierung protestiere. Siehe auch: #NiUnaMenos – Stop Killing Us – Wie viele Frauen müssen noch sterben?

Doch erst am 15. Dezember 2019 meldete sich das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) und kritisierte die Gewalt, die von chilenischer Polizei und chilenischem Militär ausgeht.

Ist doch die Vorgängerin des jetzigen Präsidenten Sebastián Piñera die für die UN tätige Michelle Bachelet.  Sie war von 2006 bis 2010 sowie von 2014 bis 2018 Präsidentin  von Chile. Jetzt ist sie Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen als geschäftsführende Direktorin (Executive Director) der UN-Frauen-Organisation UN Women. Am 8. August 2018 ernannte UNO-Generalsekretär António Guterres Bachelet zur Nachfolgerin von Seid al-Hussein im Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte.

Chile

In einem am Freitag, dem 13. Dezember 2019 veröffentlichten Bericht stellte die OHCHR, der UN fest, dass in Chile Polizei und Militär seit Beginn des landesweiten Aufstands am 18. Oktober massiv Menschenrechtsverletzungen begangen haben. „Zu diesen Verstößen gehören übermäßige oder unnötige Gewaltanwendung. Diese führte zu willkürlicher Entziehung von Leben und zu Verletzung, Folter und Misshandlung, sexueller Gewalt und willkürlicher Inhaftierung. Diese Verstöße wurden im ganzen Land begangen“, so der UN-Bericht. Nach bereits veröffentlichten Berichten von Amnesty International und Human Rights Watch ist dies bereits der dritte Bericht internationaler Nicht-Regierungs-Organisationen, der die Kritiken der chilenischen Zivilgesellschaft bestätigt.

In mindestens 24 Fällen wurde sexualisierte Gewalt dokumentiert, darunter „Vergewaltigung, Androhung von Vergewaltigung, erniedrigende Behandlung (z. B. gezwungen zu sein, sich auszuziehen), homophobe oder frauenfeindliche Kommentare, Schläge oder Handlungen, die Schmerzen in den Genitalien verursachen“. Der Bericht erwähnt auch, dass das Nationale Institut für Menschenrechte (INDH) in Hunderten weiteren ähnlichen Fällen Anzeige erstattet hat.

Noch immer ist der Mord an Albertina Martinez Burgos nicht aufgeklärt und wird es auch nicht, genauso wie die Morde an den vielen anderen, die dieses Jahr ermordet wurden, weil sie die Wahrheit veröffentlichen wollten oder bereits getan haben.

Und trotz Kritik auch von der UN werden Frauen, die gegen die Regierung protestieren, weiterhin festgenommen, misshandelt und sogar ermordet.


„un violador en tu camino“ „DER VERGEWALTIGER BIST DU!“

Chile

In Chile haben die Frauen genug von der Gewalt. Nachdem auch Albertina Martinez Burgos, die chilenische Fotojournalistin ermordet wurde, weil sie auch über die Gewalt an Frauen durch Polizei und Militär berichtete, sangen sie einen Flashmob „un violador en tu camino“, was soviel heißt wie „DER VERGEWALTIGER BIST DU!“  Begonnen hatte dieser Flashmob in Santiago vor einer Kathedrale. Die chilenischen Frauen wollen so gegen Frauenhass und die Vergewaltigung von Frauen aufmerksam machen. Die Täter werden nicht bestraft und Frauen verschwinden spurlos. Daniela Carrasco und Albertina Martinez Burgos wurden zum Symbol für diese  Proteste. Sie wurden vergewaltigt, gefoltert und  ermordet, weil sie gegen die Regierung protestierten. Daher singen die chilenischen Frauen auch: „Das Patriarchat ist ein Richter, der uns verurteilt für unsere Geburt. Und unsere Strafe ist die Gewalt, die du jetzt siehst“. Das Video der chilenischen Frauen wurde in nur kurzer Zeit weltweit geteilt und viele Frauen in der Welt schließen sich dem Protest an.

Auch die Augen sind zum Symbol der Protestbewegung geworden. Dem Nationalen Institut für Menschenrechte (INDH) zufolge gibt es insgesamt 357 Opfer mit Augenverletzungen, der Großteil von ihnen in der Hauptstadt Santiago. Viele sind auf einem Auge erblindet.

Chilean journalist Albertina Martínez Burgos found dead in Santiago

Chilean authorities should conduct a swift and thorough investigation into the killing of journalist Albertina Martínez Burgos, determine if the attack was related to her work, and bring the perpetrators to justice, the Committee to Protect Journalists said.

On November 21, the body of Martínez, a freelance photographer and media worker, was found in her apartment in Santiago, the capital, according to news reports. She was found by her boyfriend’s mother; her boyfriend had asked his mother to check in on Martínez after he had been unable to reach her, according to reports.

Martínez’s body had signs of having been stabbed and beaten, and all of her photographic equipment and materials were missing from her home, according to those reports.

According to initial reports, Martínez had been documenting the anti-government protests that have taken place in Chile since October 6, and had recorded Chilean police abusing protesters. However, a group of Martínez’s friends put out a statement yesterday, quoted by local outlet La Nacionsaying that she had not covered the protests or been involved as a protester.

“Chilean authorities should thoroughly investigate the killing of Albertina Martínez Burgos to determine if it was linked to her reporting and do everything possible to recover her equipment and materials,” said CPJ Central and South America Program Coordinator Natalie Southwick, in New York. “Photojournalists, especially freelancers like Martínez, are often on the front lines and face some of the greatest risks when reporting on civil unrest.“

Martínez also worked as a lighting assistant for local television station Megavisión, according to news reports.

In an interview with the news website 24horas, the prosecutor assigned to the case, Deborah Quintana, said that it is being treated as a murder, and that authorities are conducting an autopsy, interviewing witnesses, and reviewing footage from the security cameras at Martínez’s building.

CPJ repeatedly called the Metropolitan Center-North Region prosecutor’s office, which is overseeing the case, but no one answered the calls.

Netzfrau Doro Schreier
deutsche Flagge
#NiUnaMenos – Stop Killing Us – Wie viele Frauen müssen noch sterben?

Blogger und Journalisten – Bedroht, entführt, ermordet – für die Wahrheit – Killed for speaking the truth!

R.I.P. Almaas Elman, eine somalische Friedens- und Menschenrechtsaktivistin, wurde in Mogadischu erschossen – Somali-Canadian Activist, Is Shot Dead in Mogadishu

R.I.P. Diana Isabel Hernández – Euer Profit kostet uns das Leben! Wieder wurde eine Umweltaktivistin ermordet!

Brasilien – wieder eine Menschenrechtsaktivistin gefoltert und brutal ermordet – R.I.P. Dilma Ferreira Silva

Nicht nur Santiago brennt – Lateinamerika versinkt im Krieg!

Unglaublich! 2 Jahre im Gefängnis, weil Frauen in der Türkei „un violador en tu camino“ „DER VERGEWALTIGER BIST DU!“ gesungen haben! – Turkish police break up Istanbul protest as women sing viral anti-rape anthem

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. [ .. Die 38-Jährige war vor ihrem Tod verprügelt worden und ihr Körper war mit Stichwunden übersät. ]

    Das ist widerlich, zeugt von Missgeburten übelen Ausmaßen und ist eines Menschen unwürdig. Für die Täter, Auftraggeber endet jegliche Form von Menschenrechte. Ich hoffe der Tag kommt wo die Jagd auf solche Bestien, Bastarde eröffnet wird.

    Bis dahin sollte man jede Frau, Mann die ermordet wurden, sorgfältig auflisten. Ehren und ein Denkmal setzen. Wer für das einsteht, stirbt woran er glaubt, was Recht ist, darf nie vergessen werden.

    „Mein tief empfundendes Beileid für alle Freunde, Familien, Kollegen die auf so widerliche Art einen unersetzlichen Verlust erleiden müssen.“

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.