Nicht nur Nestlé gräbt Wasser ab, sondern auch China, und zwar in Neuseeland – China bottled and exported 1.1 billion litres of Aotearoa New Zealand Freshwater – Chinese bottles infuriate New Zealand locals

zur englischen Version Welche grundlegende Rolle Wasser als Lebenselixier aller Lebensformen spielt, ist klar: Wasser ist Leben. Experten sagen voraus: Der Rohstoff Wasser wird in den nächsten Jahrzehnten wichtiger werden als Öl: In vielen Ländern ist die Krise längst da, auch in China. Doch war Ihnen bekannt, dass chinesische Konzerne Wasser in anderen Ländern abpumpen? Nach nunmehr drei Jahrzehnten ungebremsten Wachstums leidet Chinas Bevölkerung besonders unter den starken Umweltschäden. Bereits 2002 warnten chinesische Wasserexperten, dass China im Jahr 2030 in der Wasserkrise stecken könnte. Doch schon jetzt leidet China unter verseuchtem Trinkwasser und Mineralwasser. Die Lösung, die China gefunden ist, ist Neuseeland. Dort will ein chinesisches Unternehmen 3,7 Millionen Plastikwasserflaschen pro Tag produzieren, doch die Einheimischen wehren sich und baten um Hilfe. Pro Jahr werden 1, 1 Million m3 Grundwasser aus einem Grundwasserleiter in Plastikflaschen gefüllt und dann nach China transportiert. Bis zum Jahr 2021 würde die Anlage stündlich 208.000 Liter entnehmen – fast 5 Millionen Liter pro Tag

Nicht nur Nestlé gräbt Wasser ab, sondern auch China, und zwar in Neuseeland – denn China braucht sauberes Wasser

Das Pekinger Trinkwasserreservoir hat laut einer Studie .seit mindestens fünf Jahren Schwermetallrückstände (Stickstoff, Chrom, Blei, Ammoniumstickstoff), die dem 20-fachen WHO-Standard entsprechen.

Nur ein Bruchteil von einem Prozent des weltweiten Wassers steht für das Trinken, Baden, die Landwirtschaft und die Industrie zur Verfügung. Etwa 96,5 Prozent des Weltwassers besteht aus Salzwasser in Meeren und Ozeanen. Ein weiterer Prozentanteil ist Salzwasser in Seen sowie Brackwasser und salziges Grundwasser. Das heißt, nur 2,5 Prozent des Weltwassers besteht aus Süßwasser. Etwa 70 Prozent davon sind in polaren Eismassen und Gletschern eingefroren und etwa 29,5 Prozent in tiefen, schwer zugänglichen Aquiferen.

Von den  87.000 Reservoiren in China sind bereits 43 Prozent in einem sehr schlechten Zustand. In der nördlichen Tiefebene, zu der Peking gehört, befinden sich 65 Prozent der chinesischen Landwirtschaft, aber nur 24 Prozent des Wassers. Dort wird die Hälfte von Chinas Weizen und Mais angebaut. Die Region leidet an niedrigem Wasserspiegel, verursacht durch zu viel Wasserpumpen.

China Umweltverschmutzung

Nach nunmehr drei Jahrzehnten ungebremsten Wachstums leidet Chinas Bevölkerung besonders unter den starken Umweltschäden. Die Luft und das Wasser sind stark verschmutzt. Bereits mehr als 40 Prozent des Ackerlands sind verseucht. Bereits 2002 warnten chinesische Wasserexperten, dass China im Jahr 2030 in der Wasserkrise stecken könnte. Doch schon jetzt leidet China unter verseuchtem Trinkwasser. Die horrende Wasserverschmutzung, die als Schattenseite des chinesischen Wirtschaftswunders gilt, wird immer schlimmer und bedroht die chinesische Gesellschaft. Siehe Konfliktstoff Wasser! Wasserknappheit entwickelt sich zur größten Bedrohung – The growing water crisis and Water Conflicts in China

Chinesischer Konzern will in Neuseeland 580 Millionen Liter pro Jahr abpumpen und in Plastikflaschen nach China bringen

Ein chinesischer Konzern will in Neuseeland, im Gebiet der Maori 580 Millionen Liter pro Jahr abfüllen. Die jährliche Gesamtaufnahme entspräche 250 olympischen Schwimmbädern. Es würde ausreichen, jedem Mann, jeder Frau und jedem Kind in Neuseeland an jedem Tag des Jahres eine 330-ml-Flasche Wasser zu geben.

Der chinesische Konzern Nongfu Spring wurde 1996 von Zhong Shanshan gegründet. Nongfu Spring ist eines der größten chinesischen Getränkeunternehmen. Zhong gehört zu den reichsten Menschen in China, auch da er den Impfstoffhersteller Beijing Wantai Biological Pharmacy kontrolliert. Sein Vermögen wird auf ca. 2 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Das Unternehmen wirbt für ein „natürliches und gesundes“ Produktkonzept. Sie versprechen, kein Leitungswasser für die Herstellung ihres abgefüllten Trinkwassers zu verwenden und dem Trinkwasser niemals künstliche Mineralien zuzusetzen. Sie bauen Anlagen genau an der Wasserquelle, um sicherzustellen, dass alle Prozesse an der Wasserquelle sicher abgeschlossen werden können. so auch in Neuseeland.

Am 10. April 2013 warf die Beijing Times dem Unternehmen vor, die nationalen chinesischen Wasserstandards absichtlich nicht und stattdessen die niedrigeren Standards der Provinz Zhejiang übernommen zu haben.

2015 war das Jahr für das größte Wasserunternehmen in China, denn da wurde der Konzern mit vielen internationalen Preisen für sein Mineralwasser überhäuft. So zum Beispiel auch am 26. September 2015. Denn Nongfu Spring Natural Mineral Water wurde im Rahmen der Zeremonie am Royal Institute of British Architects (RIBA) in London zum besten Getränk der Kategorie bei den Pentawards gekürt – wo das Wasser abgefüllt wurde, ist nicht bekannt.

Es gibt auch einen Imagefilm von Nongfu Spring.

Im Oktober 2016 ließ der Konzern in Neuseeland ein Tochterunternehmen registrieren, Creswell Nz Limited, damit kann der Konzern Nongfu Spring Natural Mineral Water auch in Neuseeland Wasser abpumpen. Kurz darauf beantragte das Unternehmen, bis zu 580 Millionen Liter Wasser pro Jahr aus den unberührten Otakiri Springs in der Nähe von Whakatane für China zu beziehen.

Zu der Zeit war die jetzige Präsidentin von Neuseeland Jacinda Ardern noch Gewerkschaftsführerin und sie versprach, die lizenzgebührenfreie Nutzung der begrenzten Wasserressourcen Neuseelands einzudämmen.

Der Wasserkonzern aus China räumte sogar selbst die Sensibilität der Öffentlichkeit für das Thema ein. Beca Consulting, der Berichterstatter des Unternehmens, würdigt die negative öffentliche Meinung darüber, dass für den Verkauf von neuseeländischem Wasser nur geringe bis gar keine Gebühren gezahlt werden, so der Bericht aus 2017 von stuff.co.nz

Wir haben bereits berichtet, dass Nestlé Wasser abpumpt und nichts oder nur wenig dafür bezahlt, aber auch der chinesische Konzern zahlt nichts für das Wasser. Dazu auch: Nestlé plant, täglich mehr als 4 Millionen Liter Wasser aus einem Naturschutzgebiet zu pumpen! – Nestlé Plans to Plunder 1.1M Gallons a Day from Florida Natural Springs

Warum kann ein Konzern aus China Wasser abgraben?

Nongfu Spring Ltd hat mit Otakiri Springs Ltd und Robertson Farms (den Landbesitzern) einen Kaufvertrag abgeschlossen, der die Übertragung der bestehenden Landnutzungsgenehmigung mit dem Eigentum an ihrem Land umfasst.

Otakiri Springs Ltd benötigte zu der Zeit zwei Millionen Liter Wasser für die Abfüllung. Nach der Übernahme durch das chinesische Abfüllunternehmen Nongfu Spring über die neuseeländische Tochtergesellschaft Creswell NZ Ltd wurde dann jährlich die Abfüllmenge von 580 Millionen Liter Wasser aus Otakiri Springs in der Nähe von Whakatane  beantragt.

Auch Nestlé kauft bestehende Unternehmen auf und kommt so an die Nutzungsgenehmigungen – siehe Nestlé plant, täglich mehr als 4 Millionen Liter Wasser aus einem Naturschutzgebiet zu pumpen! – Nestlé Plans to Plunder 1.1M Gallons a Day from Florida Natural Springs

Die Premiumqualität von neuseeländischem Wasser war der Schlüssel für die Bewerbung von Creswell NZ beim Bay of Plenty Regional Council. „Nongfu Spring möchte die Marke Otakiri beibehalten und als erstklassige neuseeländische Marke für artesisches Mineralwasser vermarkten.“  Die Auswirkungen auf die Umwelt wären nach Angaben des Konzerns minimal, und die Erweiterung der bestehenden Abfüllanlage wird Otakiri 50 neue Arbeitsplätze schaffen. Das wäre der lokalen Wirtschaft jedes Jahr 8,59 Millionen US-Dollar wert, wenn die Anlage vollständig in Betrieb ist, so die Erklärung laut stuff.co.nz

Trotz Protest hat das chinesische Unternehmen im August 2018 die Genehmigung  erhalten, Otakiri Springs in der Nähe von Whakatane zu kaufen.

Doch die Einheimischen gaben nicht auf und kämpfen weiter, denn Otakiri Springs steht im Zentrum des langen Rechtsstreits um die geplanten Erweiterungen.

Das chinesische Abfüllunternehmen Nongfu Spring  in Nähe von Whakatane, wenn sie erweitert ist

3,7 Millionen chinesische Plastikflaschen verärgern die Einwohner von Otakiri

Fast drei Jahre sind seither vergangen und die Befürchtungen der Maoris haben sich bestätigt:  „Dies wird für Neuseeland und unsere Region katastrophal sein: Die Fabrik wird 1,1 Million m3 Grundwasser pro Jahr von einem Grundwasserleiter pumpen. Sie produzieren täglich bis zu 3,7 Millionen Flaschen (in verschiedenen Größen).  Das sind bis zu 1,35 Milliarden pro Jahr!“ so die Organisation Save Our Wai.  und wollen vor dem High Court gegen das Vorhaben kämpfen.

Otakiri Springs, eine Wasserabfüllanlage in der Nähe von Whakatane, steht im Zentrum des langen Rechtsstreits um die geplanten Erweiterungen.

„Es hat vier Jahre gedauert, bis wir dort sind, wo wir sind“, sagt Jim Robertson, CEO von Otakiri Springs. Die Quellen befinden sich seit mehr als 30 Jahren in lokalem Besitz und werden dort betrieben. Der Vorstand möchte jedoch, dass Creswell NZ, das dem chinesischen Wasserabfüllungsgiganten Nongfu gehört, das Geschäft ausbaut, und genau das soll verhindert werden. Außerdem kämpft Neuseeland gegen Plastik und hat entsprechende Gesetze erlassen. Doch statt weniger Plastikflaschen werden somit 3.7 Millionen Plastikflaschen produziert, und das täglich! Siehe auch Kiwi-Kinder haben es geschafft: Plastiktüten sind verboten! – Kiwi children leading the way with ban on single-use plastic bags!

Eine vom Regionalrat Bay of Plenty im Jahr 2018 erteilte Genehmigung ermöglicht die Entnahme von 1 Milliarde Liter Wasser pro Jahr, von derzeit 438 Millionen.

Die Anlage wird täglich mehr als 3,5 Millionen Plastikflaschen Wasser produzieren können, die auf die internationalen Märkte in Südostasien und China geliefert werden. Nachdem ein kürzlich eingelegtes Rechtsmittel des Umweltgerichts in einer getrennten Entscheidung endete, gehen sie zum High Court.

Traditionell ist Wasser ein öffentlicher Schatz, der jedem gehört hat. Seit jeher ist es Familien gestattet, ausreichend Wasser für den häuslichen Bedarf zu entnehmen, und den Landsleuten wurde auf der Grundlage der gewohnheitsrechtlichen Uferrechte gestattet, Wasser zur Bewässerung ihres Landes zu entnehmen.

„Unsere Regierung wiederholt das Muster der 1980er Jahre und schenkt privaten Unternehmen tatsächlich öffentliches Eigentum  – ähnlich wie in früheren Zeiten, als ausländische Schiffe unsere Meere ausbeuten durften, ohne dass sie von unseren Gesetzen abhängig waren. Das Ergebnis ist ein weiterer Wettlauf um die Enteignung einer öffentlichen Ressource für private Zwecke,“ so die Einheimischen. 

Wasser ist eine öffentliche Ressource. Unsere Vorfahren entschieden, dass es niemandem gehört und von allen genutzt  werden kann

„Wir wollen diese Art von Aktivitäten nicht“, sagt Maureen O’Kane, Vorsitzende der Save Otakiri-Kampagne. „Wir wollen nicht, dass unser bestes Wasser verwendet wird, und wir wollen nicht dafür bekannt sein, dass wir so viele Plastikflaschen herstellen, “ so Save Our Wai 

3.7 million plastic Chinese bottles infuriate Otakiri locals

A Chinese bottling giant is seeking Māori approval to suck more water from Otakiri Springs, near Whakatane. The Environmental Court granted consent for their expansion, but locals are not happy.

Registered as Creswell NZ LTD, evidence suggests that the Chinese company would have the capacity to produce 3.7 million plastic water bottles a day.

This has triggered the Save Our Wai campaign, run by Sustainable Otakiri. They are raising funds to lodge an appeal of the Environmental Courts‘ ruling in the High Court.

“In terms of what it means for everyday New Zealanders, we’re not getting a fair say,” Campaign chair Maureen O’Kane says.

Save Our Wai want to change the kaupapa of extraction, and replace it with protecting the puna and bringing Māori, and the wider community to the table.

Te Rūnanga o Ngāti Awa appealed the consent at the Environmental Court May last year. Their view was that they could not allow this extraction take place as it would threaten the mauri of the wai, and have a negative impact on the taiao.

Creswel representatives informed the Environmental Court that their plans would create 52 new full-time jobs, They estimated the potential for a total of 237 full-time positions to come from this expansion. Company owner Shanshan Zhong informed Ngāti Awa that those jobs would be offered to them first.

“We support job employment but we want it to go hand in hand with ensuring that our environment doesn’t pay the cost,” Campaign chair Maureen O’Kane says.

New Zealand Trade and Enterprise (NZTE) are the government agency responsible for economic development. NZTE director Tina Wilson explains that due to the Otakiri deal being a private sale, that they have not been involved.

However they stand to help facilitate any future conversations with potential investors, “Our ultimate aim is for the good of Aotearoa.”

Sustainable Otakiri acknowledged the nationwide concern with single use plastic bottles and water quality. Nearby Kawerau residents have been advised to boil their water after traces of E.Coli were found in recent tests.

Save Our Wai are seeking to raise $32,000 through Pledge Me in order push their case forward to the High Court Appeal. They only have two weeks left to lodge their appeal.

  • This will be disastrous for NZ and our region: The factory will:
  • Take 1 .1 million m3 of deep-aquifer water/year from an aquifer that was previously labeled as over allocated.
  • Discharge up to 450m3 per day of high-phosphorus process water to a local stream flowing into the Tarawera River.
  • Produce 6m3 of compressed plastic waste daily, from reject bottles and packaging
  • Produce 2,451,960 up to 3.7million bottles (of various sizes) each day. That’s up to 1.35 Billion a year!
  • Create 202 truck and trailer journeys from Tauranga to Otakiri (and associated emissions) each day – that’s one truck every three minutes to the Port of Tauranga.
  • Set a dangerous new precedent nationwide for allowable consent creep without public consultation, given this expansion is 20 and in some areas 50 fold in upscale.
  • Read more: Save Our Wai

Water is a public resource. Our forefathers decided it is owned by nobody and to be enjoyed by all.

„It is clearly also contrary to the Treaty of Waitangi to give away a public taonga through a local consent process run by bureaucrats,“ Save Our Wai

Netzfrau Doro Schreier
deutsche Flagge
Konfliktstoff Wasser! Wasserknappheit entwickelt sich zur größten Bedrohung – The growing water crisis and Water Conflicts in China

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