Wütende Landwirte finden Joaquin Phoenix‘ Oscar-Rede ‚abscheulich‘ – Angry farmers find Joaquin Phoenix’s Oscar speech ‘detestable’


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Es war eine emotionale Rede bei den Oscars, als Joaquin Phoenix auf die Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machte. Doch nicht alle waren über die Rede des Joker-Darstellers erfreut. Der Sprecher des Films Earthlings ist schon lange als Tierschützer bekannt und würde auch nie ein Tier essen. Des öfteren wurde er auf Protesten festgenommen und nutzt jede Gelegenheit, um auf den Schutz von Tieren aufmerksam zu machen, so auch bei den Oscars. Besonders emotional wurde Joaquin Phoenix, als er über das Verspeisen einer Kuh oder der Tatsache sprach, dass man ihr das frisch geborene Kalb entreißt. Daraufhin hat er die Milchindustrie verärgert, die ihn als „realitätsfremd“ bezeichnet und als „blind für die Opfer und Kämpfe der Milchbauern“. Es ist aber so: Immer mehr Menschen wollen die Grausamkeiten, die aus der Milchindustrie aufgedeckt werden, nicht mehr unterstützen. In den USA meldete Dean Foods, Amerikas größter Milchproduzent, bereits Insolvenz an und sogar die Universität Harvard wird vegan.

Wütende Landwirte finden Joaquin Phoenix‘ Oscar-Rede ‚abscheulich‘

Joaquin Phoenix nutzte seine Oscar-Rede für einen Appell an die Menschheit und hat damit die Milchindustrie verärgert, die ihn als „realitätsfremd“ bezeichnet und als „blind für die Opfer und Kämpfe der amerikanischen Milchbauern“.

Als der 45-jährige vegane Schauspieler seine dreiminütige Podiumsrede dazu widmete, sich für Gleichberechtigung, Mitgefühl und Tierschutz einzusetzen, empfand die Milchlobby seine Rede als gefühllos, uninformiert und „abscheulich“. Tatsächlich veranlasste Phoenix‘ Rede gegen die Milchindustrie die Milchbauern dazu, von ihm zu fordern, „für eine Weile aus Hollywood zu verschwinden“, denn „Die Natur ist nicht dort, sie ist hier draußen und es ist ein schöner Tag in der Nachbarschaft“, schrieb die Milchbäuerin Carrie Mess aus Lake Mills, Wisconsin, in ihrem Blog.

‚Realitätsfremd‘ und ‚abscheulich‘

Sogar der Abgeordnete der Republikaner  Fred Keller, Pennsylvania, schien mit Phoenix‘ Meinung nicht einverstanden zu sein und sagte, dass seine Kommentare der Rolle, für die er ausgezeichnet wurde, angemessen seien. Er legte sein Argument in einer Erklärung dar:

„Dass Joaquin Phoenix als bester Schauspieler für den Joker ausgezeichnet wurde, passt genau zu ihm, denn seine Kommentare wären lächerlich gewesen, wären sie nicht so beleidigend gewesen.

„Phoenix‘ weitschweifige Bemerkungen über die amerikanische Milchindustrie beweisen, wie wenig er mit den hart arbeitenden Amerikanern in Berührung kommt, die unsere Lebensmittel anbauen und gesunde Gemeinschaften schaffen.

„Phoenix‘ Weltsicht der Hollywood-Elite hat ihn eindeutig blind gemacht für die Opfer und Kämpfe der amerikanischen Milchbauern.

Keller fuhr fort, die Milchbauern seien ehrlich, fleißig und achtsam  und trotz der Kritik seitens der Aktivisten gegen die Milchindustrie immer bereit zu helfen.

„Die Gefühllosigkeit, die er (Phoenix) in seiner Rede gestern Abend zeigte, beweist, dass er aus seiner Hollywood-Blase herauskommen muss, um zu sehen, wie echte Amerikaner ihren Lebensunterhalt verdienen“, fügte Keller hinzu.

„Seine Äußerungen waren nicht nur für mich, sondern auch für viele hart arbeitende Bauernfamilien abscheulich.“

An anderer Stelle sagte Alan Bjerga, ein Sprecher des nationalen Milchproduzentenverbandes, gegenüber FOX Business: „Wenn er [Phoenix] das Engagement der Milchbauern für das Wohlergehen der Tiere untersuchen würde und ein umfassenderes Verständnis für den Beitrag von Milchprodukten zu einer nahrhaften Ernährung, insbesondere für Kinder bekäme, hätte er vielleicht eine andere Wahrnehmung des Wertes, den Milchprodukte zur globalen Gesundheit beitragen, und der Bedeutung des Milchsektors für den globalen Lebensunterhalt.

Milchverkäufe

Laut Nielsen sahen über 23,6 Millionen Menschen die Oscar-Verleihung, und Joaquins Rede hat bereits mehr als 1 Million Zuschauer auf YouTube auf sich gezogen. Dennoch ist Bjerga der Meinung, dass Phoenix‘ Rede keine Auswirkungen auf den Milchverkauf haben werde, da die Menschen nicht von Prominenten beeinflusst würden.

„Die Menschen kaufen Milch, weil sie nahrhaft und gesund für ihre Familien ist, nicht, weil sie den Gedanken von Prominenten über eine Plattform verfolgen.

„Oscar-Dankes-Reden sind seit langem ein Ventil für die Meinungen von Prominenten. Die harte, lohnende Arbeit der Milchbauern wird noch lange weitergehen, nachdem alle vergessen haben, wer der beste Schauspieler des Jahres 2020 ist“, sagte er.

Die von Nielsen zusammengetragenen Daten haben jedoch deutlich gemacht, dass, während der Milchumsatz von 15 Milliarden Dollar im Jahr 2015 auf 12 Milliarden Dollar im Jahr 2019 zurückging, der Umsatz von Mandelmilch um fast 6 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar und der Umsatz von Hafermilch im letzten Jahr um 662 Prozent auf 59,8 Millionen Dollar gestiegen ist.

‚Danke, Joaquin‘

Obwohl die Milchindustrie Phoenix scharf angriff, wurde der leidenschaftliche Veganer und Tierschützer dafür gelobt, dass er sich mutig gegen die Ausbeutung durch die Tierindustrie ausgesprochen hat.

Im Anschluss an die Rede twitterte Ellen DeGeneres, um Phoenix zu danken: „Das war eine mutige Rede, die direkt aus dem Herzen von Joaquin Phoenix kam. Vielen Dank, Joaquin.“

Die Tierschutzorganisation The Gentle Barn [Die sanfte Scheune] drückte in ihrem Twitter-Beitrag ihre Dankbarkeit aus: „Wow! Vielen Dank, Joaquin Phoenix, dass Sie Ihre Plattform nutzen, um sich in Ihrer kraftvollen Oscar-Rede für Tiere (insbesondere für Kühe, die für die Milchwirtschaft ausgebeutet werden, zu engagieren.

„Ihr Engagement, Ihre Stimme für die Stimmlosen einzusetzen, bewegt uns über Worte hinaus.“

Noch vor der Verleihung des Oscars sprach Phoenix vor Hunderten von Demonstranten und forderte sie auf, ihre Ernährungsgewohnheiten zu ändern, um dem Planeten weitere Zerstörung zu ersparen.

„Die Fleisch- und Milchindustrie ist die drittstärkste Ursache für den Klimawandel, und ich denke, manchmal fragen wir uns, was wir in diesem Kampf gegen den Klimawandel tun können“, erklärte er. „Und es gibt etwas, das Sie heute, jetzt und morgen tun können, indem Sie entscheiden, was Sie konsumieren.“


Angry farmers find Joaquin Phoenix’s Oscar speech ‘detestable’

By Totally Vegan Buzz

Joaquin Phoenix’s Oscar award winning speech has upset the dairy industry that feels he is ‘out of touch’ and ‘blinded to the sacrifice and struggles of America’s dairy farmers’.

When the 45-year-old vegan actor dedicated his three-minute podium speech to speak up for equality, compassion and animal welfare, the dairy lobby felt his speech was callous, uninformed and ‘detestable’.

In fact, Phoenix’s anti-dairy speech prompted dairy farmers to ask him to “get out of Hollywood for a while,” because “The natural world isn’t there, it’s out here and it’s a beautiful day in the neighborhood, ” wrote dairy farmer Carrie Mess from Lake Mills, Wisconsin in her blogspot.

‘Out of touch’ and ‘detestable’

Even Rep. Fred Keller, R-Pennsylvania, seemed to disagree with Phoenix’s opinion and said his comments befitted the role he was being awarded for. He presented his argument in a statement:

“Joaquin Phoenix winning Best Actor for playing the Joker fits him to a T because his comments would have been laughable were they not so offensive.

“Phoenix’s rambling remarks about America’s dairy industry prove how out-of-touch he is with the hardworking Americans who grow our food and create healthy communities.

“Phoenix’s Hollywood-elite world view has clearly blinded him to the sacrifice and struggles of America’s dairy farmers.”

Keller continued stating that dairy farmers were honest, diligent, thoughtful, and were always willing to help despite being criticized by anti-dairy activists.

“The callousness he (Phoenix) showed in his speech last night proves he needs to get out of his Hollywood bubble to see how real Americans make a living,” added Keller.

“His remarks were detestable not just to me, but to many hardworking family farmers.”

Elsewhere,  Alan Bjerga, a spokesman for the National Milk Producers Federation, told FOX Business: “If he [Phoenix] studied the commitment of dairy farmers to animal welfare and had a fuller understanding of the contribution of dairy products to a nutritious diet, especially for children, he might have a different perception of the value that dairy contributes to global health and the importance of the dairy sector to global livelihood.”

Milk sales

According to Nielsen, over 23.6 million people watched the Oscars, and Joaquin’s speech has already attracted more than 1 million views on YouTube, still Bjerga feels Phoenix’s speech is not going to impact dairy sales because people are not influenced by celebrities.

“People buy milk because it’s nutritious and healthy for their families, not because they’re following the thoughts of celebrities using a platform.

“Oscars acceptance speeches have long been an outlet for celebrity opinions. The hard, worthwhile work of dairy farmers will continue long after everyone has forgotten who won best actor in 2020,” he said.

However, compiled Neilsen data has highlighted that while milk sales plummeted to $12 billion in 2019 from $15 billion in 2015, sales for almond milk have jumped nearly 6 percent to $1.35 billion and oat milk has spiked 662 percent to $59.8 million last year.

‘Thank you’

Although the dairy industry has lashed out at Phoenix, the passionate vegan and animal welfare activist has been lauded for being brave and speaking up against the exploitations of the animal industry.

Post the speech, Ellen DeGeneres tweeted to thank Phoenix: “That was a brave speech straight from Joaquin Phoenix’s heart. Thank you, Joaquin.”

Animal welfare organization, The Gentle Barn also wrote a Twitter post to express its gratitude:  “Wow! Thank you Joaquin Phoenix for using your platform to speak up for animals (especially cows exploited for dairy) in your powerful Oscar speech.

“We are moved beyond words by your dedication to using your voice for the voiceless.”

Netzfrau Ursula Rissmann-Telle
deutsche Flagge
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Die Milchlüge – Die EU hat zu viel Milch, die niemand haben will, und greift zu erschreckenden Maßnahmen – auf Kosten der Steuerzahler!

Hurra und Danke! Tiere siegen gegen Milchlobby! „Jedes Leben ist wertvoll und Kühe sind keine Milchmaschinen“- laut Werberat nicht diskriminierend!

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe schob bei seinem Trailer keine Lust mehr verspürt, den Film zu sehen. Ich lege auf Unterhaltung wert, nicht auf fragwürdige Kunst. Aber Hollywood ist eben Hollywood, schon heute Schnee von gestern. Der Schauspieler von morgen wird eine Computer Animation sein.

    Respekt für sein Rückgrat, eine Tendenz die sich VIPs, die Kinder der Bevölkerung, mal auf die Fahne schreiben sollten, nicht immer nur auf die Millionen Glotzen, die man einsacken kann.

    Das kluge Bäuerlein war gestern. Heute weiß es die Milch – Fleischindustrie hat keine Zukunft mehr. Die Voraussetzungen dafür, schwinden rapide und Hilfsgelder bleiben schnell aus. Es gibt wichtigere Produkte, die für die Zukunft wichtig sind. Man steht damit auch unabhängig auf eigenen Beinen.

  2. Jeder kann glücklicher werden und sein.
    Indem er gegen die alltäglichen Grausamkeiten
    der Nutztierindustrie, zeichnet.
    Sich daher zum veganen Lebensstil zu bekennen, ist nur logisch, macht Sinn, und lässt keine „Hintertüren“ mehr offen, Tiere quaelen, zu lassen.

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