Im dürregeplagten Afrika wandeln Bauern den „Unterirdischen Wald“ in lebensspendende Bäume um – In semi-arid Africa, farmers are transforming the „Underground Forest“ into life-giving trees

zur englischen Version Weltweit sind mehr als 2 Milliarden Hektar Boden ausgelaugt und unbrauchbar und jährlich werden rund 15 Milliarden Bäume gefällt. Seit Beginn des Industriezeitalters sind die Wälder um 32% zurückgegangen. Rund ein Drittel der weltweiten Landoberfläche sind Wüstengebiete und jedes Jahr kommen etwa 70.000 Quadratkilometer dazu. Wissenschaftler warnen, dass etwa ein Drittel der globalen Landfläche bald verwüstet ist. Betroffen sind nicht nur Afrika oder Zentral- und Südasien, sondern auch Australien, Amerika und sogar Europa. Es gibt aber auch Lösungen, die neues Leben in Millionen Hektar degradierter Flächen möglich machen. Es ist die Wiederbelebung einer traditionellen landwirtschaftlichen Praxis, die als Naturverjüngung bekannt ist. Sie fördert gleichzeitig die Speicherung von Nahrungsmitteln, Brennstoffen, Lebensräumen und Kohlenstoff. Diese traditionelle landwirtschaftliche Praxis wurde mit Erfolg im dürregeplagten Afrika umgesetzt, dort wo der Bodenverlust zu schweren Dürreperioden und einer massiven Hungersnot führte. Allein in Äthiopien starben schätzungsweise eine Million Menschen.

Was geschähe, wenn alle Bäume der Welt verschwänden?

Die „Dienstleistungen“ von Bäumen für diesen Planeten reichen von der Kohlenstoffspeicherung und dem Bodenschutz bis hin zur Regulierung des Wasserkreislaufs. Sie unterstützen die natürlichen und menschlichen Ernährungssysteme und bieten unzähligen Arten ein Zuhause – auch uns, durch Baumaterialien. Dennoch behandeln wir Bäume oft wie Einwegartikel: als etwas, das aus wirtschaftlichen Gründen geerntet werden soll, oder als Unannehmlichkeit für die menschliche Entwicklung. Seitdem unsere Art vor rund 12.000 Jahren mit der Landwirtschaft begann, haben wir fast die Hälfte der weltweit geschätzten 5,8 Billionen Bäume gerodet, wie eine Studie aus dem Jahr 2015 in der Zeitschrift Nature zeigt. Vor allem in den Tropen fallen viele der verbliebenen drei Billionen Bäume der Welt schnell, mit etwa 15 Milliarden Fällen pro Jahr, so die Studie von Nature.

Außer einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es jedoch kein Szenario, in dem wir jeden Baum auf dem Planeten fällen würden. Aber die Vorstellung einer dystopischen Welt im Mad-Max-Stil, in der plötzlich alle Bäume der Erde sterben, kann uns dabei helfen zu erkennen, wie verloren wir ohne sie wären. Es gäbe ein Massen-Aussterben aller Arten von Organismen, sowohl im kleinen als auch im großen Rahmen. Siehe Was geschähe, wenn alle Bäume der Welt verschwänden? – What would happen if all the world’s trees disappeared?

Im dürregeplagten Afrika wandeln Bauern den „Unterirdischen Wald“ in lebensspendende Bäume um

Die Kohlendioxidemissionen können weiter steigen, die polaren Eiskappen können weiter schmelzen, die Ernteerträge können weiter sinken, die Wälder der Welt können weiter brennen, Küstenstädte können weiterhin in den steigenden Meeren versinken und Dürren können weiterhin fruchtbare Ackerflächen auslöschen, aber die Heilsverkünder der Hoffnung versichern uns, dass am Ende alles richtig sein werde. Nur wird es das nicht. Laut Wissenschaftlern könnte die Klimakrise sechs Milliarden Menschen auslöschen. Siehe Erschreckend! Ja, die Klimakrise könnte sechs Milliarden Menschen auslöschen – Yes, the Climate Crisis May Wipe out Six Billion People

Wir müssen endlich handeln und es gibt bereits Lösungen, doch müssen diese auch gefördert und umgesetzt werden.

Die Wiederbelebung einer traditionellen landwirtschaftlichen Praxis, die als Naturverjüngung bekannt ist, bringt neues Leben in Millionen Hektar degradierter Flächen und fördert gleichzeitig die Speicherung von Nahrungsmitteln, Brennstoffen, Lebensräumen und Kohlenstoff, so ein aktueller Bericht von Duncan Gromko, den wir für Sie übersetzt haben.

World Vision, Australien

Weltweit sind mehr als 2 Milliarden Hektar (fast 5 Milliarden Acres = Morgen) Land – eine Fläche größer als Russland – degradiert [d. h. ausgelaugt, unbrauchbar]. Die Degradierung kann viele Formen annehmen: Rodung von Wäldern, Bodenerosion oder der Rückgang von Nährstoffen im Boden, was alles zu weniger produktiven Flächen führt. Der Verlust der Bodenfruchtbarkeit reduziert die landwirtschaftlichen Erträge, insbesondere für arme Bauern, die nicht in Düngemittel investieren können, um die natürlichen Nährstoffe zu ersetzen, die bei der Bodenerosion weggeschwemmt werden.

Anfang und Mitte der 1980er Jahre sank die Bodenfruchtbarkeit in den Randgebieten rund um die Sahara in Afrika

Anfang und Mitte der 1980er Jahre sank die Bodenfruchtbarkeit in den Randgebieten rund um die Sahara in Afrika, als die Menschen Bäume fällten, um Platz für die Landwirtschaft zu schaffen, und der Bodenverlust beschleunigte sich. Gleichzeitig kam es in dieser trockenen Region zu schweren Dürreperioden, die zu einer massiven Hungersnot führten. Allein in Äthiopien starben schätzungsweise eine Million Menschen.

Als die weltweite Aufmerksamkeit nachließ, erlebte eine Praxis, die unter dem Namen „Farmer Managed Natural Regeneration“ (FMNR) bekannt ist, einen Neuanfang in den Wüstenböden. Die Landwirte sahen, dass Bäume und Sträucher die Felder vor dem rauen Wind schützen konnten, der die Samen der Ernte wegwehte. Bäume, die Stickstoff aus der Luft aufnahmen, ermöglichten den Böden, sich zu regenerieren und produktiver zu werden. Felder, auf denen noch Vegetation vorhanden war, produzierten viel mehr als vollständig gerodete Bereiche.

Tony Rinaudo, World Vision Australia – Ausbauexperte Ibrahim Yagaya zeigt, wie man FMNR praktiziert.

Anders als bei der Baumpflanzung nutzt FMNR die Vorteile des „unterirdischen Waldes“: vorhandene Wurzeln, Stümpfe und Samen, die zu ausgewachsenen Bäumen sprießen können, wenn sie geschützt und bewirtschaftet werden.

„Entscheidend ist die Verfügbarkeit von Samen unter der Erde und von Stümpfen“, sagt Irene Ojuok, technische Spezialistin für Umwelt und Klimawandel bei World Vision. „An Orten, an denen Saatgut oder Baumstümpfe verfügbar sind, können sich Bäume überall dort regenerieren, wo vorher welche gestanden hatten und gerodet wurden und wo das Saatgut in der Erde liegt.

Es ist wichtig, die zarten Triebe vor Vieh und anderen Schäden zu schützen. Beschneiden und Begrünen kann dann das Nachwachsen beschleunigen. FMNR profitiert vom einheimischen Wissen über die Baumbewirtschaftung.

„[FMNR] ist keineswegs neu. Es handelt sich um eine traditionelle Art von Niederwaldwirtschaft, die seit Jahrhunderten besteht“, sagt Tony Rinaudo, ein wichtiger Berater für natürliche Ressourcen bei World Vision Australia.

Bald wird FMNR einen großen Auftrieb erhalten, da das Grand African Savannah Green Up-Projekt 85 Millionen US-Dollar in FMNR investieren wird. Darüber hinaus verfolgt eine neue Trillion-Trees-Initiative [Billionen-Bäume-Initiative], die in Davos gestartet wurde, enorme Ziele für die Wiederaufforstung von Landschaften. Angesichts des großen Geldes, das an FMNR geht, und der großen Erwartungen, die mit dieser Investition einhergehen, ist es wichtig zu verstehen, was FMNR ist und wann und wo es eine gute Wahl sein könnte, um mit der Natur statt gegen die Natur zu arbeiten, um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen.

Viele Vorteile

In Niger ist auf etwa 5 Millionen Hektar (12,3 Millionen Acres) degradierter Sahellandschaften die Zahl der Bäume angestiegen. Der Baumtyp variiert je nach der Ökologie der Region und den Vorlieben der Menschen, umfasst aber auch Arten wie Faidherbia albida, einen Stickstoff bindenden Baum, und den Affenbrotbaum.

„Es wird geschätzt, dass die Landwirte dank FMNR [in Niger] jährlich zusätzlich 500.000 metrische Tonnen (550.000 Tonnen) Getreide anbauen. Das Bruttoeinkommen erhöht sich um etwa 900 Millionen US-Dollar pro Jahr, ohne Betriebsmittel oder Subventionen“, sagt Rinaudo. Die durch FMNR ermöglichte zusätzliche Produktion versorgt 2,5 Millionen Menschen mit Getreide.

Tony Rinaudo | World Vision Australien

Die Landwirte verwenden ihnen vertraute Werkzeuge wie Sicheln, Erntemesser, Macheten und Äxte, um die Vegetation zu beschneiden.

Das Nachwachsen der Bäume bedeutet auch, dass Brennholz viel leichter verfügbar ist. „Früher mussten die Frauen zweieinhalb Stunden laufen, um Brennholz zu sammeln. Jetzt gehen sie eine halbe Stunde, weil sie Bäume der Farm beschneiden können“, sagt Chris Reij, leitender Wissenschaftler, spezialisiert auf Agroforstwirtschaft und Restauration am gemeinnützigen World Resources Institute.

Weniger Zeit mit dem Sammeln von Brennholz zu verbringen, schafft Möglichkeiten. In Kenia, so Ojouk, hätten Frauen die zusätzliche Zeit genutzt, um Haushaltsunternehmen rund um die Hühnerzucht und andere Möglichkeiten der Einkommensschaffung zu gründen.

Je nach Kontext bietet FMNR viele weitere Vorteile: „Es ist [quasi] Supermarkt Baumarkt zugleich“, sagt Rinaudo. Die Wasserquellen werden wieder aufgefüllt, da Wasser in den Boden eindringt und nicht sofort abfließt. Bäume, die durch FMNR genutzt werden, produzieren Dinge, die auf Märkten verkauft werden können wie die Blätter des Affenbrotbaums oder Harz. Einige Baumarten produzieren Blätter, Samenkapseln und sogar Rinde, die als Futter für Vieh verwendet wird, was besonders in Gebieten wichtig ist, in denen die durch den Klimawandel verursachte Dürre die Herden der Menschen dezimiert hat. Und indem Bäume in die Agrarlandschaft zurückgebracht und die Bodenfruchtbarkeit erhöht werden, kann FMNR auch einen verbesserten Lebensraum für bedrohte Arten bieten.

Darüber hinaus ist FMNR verglichen mit Pflanzung von Bäumen kostengünstig, da es auf vorhandenen Stümpfen und Samen im Boden aufbaut und nicht auf in Baumschulen erzeugte Sämlinge angewiesen ist. Sowohl Rinaudo als auch Reij sagen, das Pflanzen von Bäumen habe unter schwierigen Bedingungen eine hohe Misserfolgsrate, da sich die Sämlinge nicht anpassen. Rinaudo begann […], sich für FMNR zu interessieren, als er an einem Projekt zur Wiederaufforstung in Niger arbeitete, bei dem nach seinen Angaben 85% bis 90% der Sämlinge abstarben.

Zusätzlich zu den regionalen Vorteilen bindet FMNR Kohlendioxid in den Bäumen und im Boden. Angesichts der großen Menge an degradierten Flächen auf der ganzen Welt besteht eine große Chance, FMNR als Lösung für den Klimawandel zu normieren.

Nicht unbedingt überall

Die Landwirte müssen davon überzeugt werden, dass FMNR für sie arbeiten wird. Um akzeptiert zu werden, „muss in Bezug auf [FMNR] andere Probleme gelöst werden, die für die Landwirte von Bedeutung sind:

den Schutz der Wasserquellen, die Wiederherstellung des Grundwasserspiegels, die Honigproduktion oder eine andere Komponente des Lebensunterhalts“, sagt Assefa Tofu, Leiter des Programms für Trockenlandentwicklung von World Vision Äthiopien. FMNR erfordert den Schutz eines Gebietes, was zum Beispiel die vorübergehende Beschränkung der Weidehaltung von Vieh beinhalten könnte. Die Landwirte werden diese nur dann aufgeben, wenn sie an den langfristigen Nutzen von FMNR glauben.

Obwohl FMNR in vielen Ländern Erfolg zeigt, wird es nicht überall funktionieren. Zum einen braucht es Saatgutbanken, alte Baumstümpfe oder andere natürliche Verjüngungsmittel. Zum anderen, so Rinaudo, ist es in halbtrockenen Gebieten am sinnvollsten. Eine Vielzahl von Arten, insbesondere exotische Arten, können in feuchten Gebieten gedeihen, sagt er, während in trockeneren Regionen einheimische Bäume in der Regel am besten an die schwierigen lokalen Bedingungen angepasst sind.

Ausschlaggebend sind auch die [jeweiligen] Rechts- und Sozialsysteme. Die Landbewirtschaftung und vor allem der Baumschnitt müssen irgendwie geregelt oder gehandhabt werden; Es hat keinen Sinn, einen Baum auf einem Stück Land zu schützen, wenn ein Nachbar kommen und ihn fällen könnte.

„Das Rechtssystem und die Eigentumsverhältnisse sind sehr wichtig“, sagt Tofu. „Das Wichtigste, das [ich] der Gemeinschaft abverlange, ist, das Land vor Vieh zu schützen und zu verhindern, dass dieses neues Wachstum zerstört. Die Übernahme durch die Kommunalverwaltung ist wichtig, denn sie muss verstehen, dass [wir] kommen, um zu helfen, und nicht, um sie zu behindern.

In einigen Ländern, in denen FMNR ökologisch wichtig ist, erschweren schwache Regierungen die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage zum Schutz der Bäume. Reij sagt, die Genossenschaften der Bauern, Verbände und die dörfliche Verwaltung mussten diese Lücke füllen, indem sie Maßnahmen zur Regulierung des Fällens von Bäumen und zur Durchsetzung von Strafen bei Gesetzesverstößen durch Einzelpersonen entwickelten. In Gebieten, in denen FMNR gefördert wurde, wo die unterstützenden Institutionen aber nicht greifen, sei FMNR nicht so nachhaltig gewesen, sagt er.

Foto von Tony Rinaudo, World Vision Australia – Landwirt in Humbo

Ein Landwirt in Humbo, Äthiopien, zeigt, wie stark ein vom Landwirt bewirtschafteter Baum nur 18 Monate nach dem Durchforsten und Beschneiden gewachsen ist.

FMNR hat sich in mindestens zwei Dutzend Ländern verbreitet, von Haiti über Somalia bis hin zu Indonesien. An einigen Orten, so Rinaudo, hätten soziale Hierarchien den Prozess behindert. In Indien beispielsweise bedeutet das Kastensystem, dass die Menschen, die am meisten von FMNR profitieren würden, das Land [aber] nicht besitzen, was [wiederum] die Verbreitung von FMNR verlangsamt. Die Landbesitzer sind [hingegen] eher daran interessiert, ihre Kontrolle über die Ressourcen und ihren Platz in der sozialen Hierarchie zu behalten.

FMNR wird zwar nicht überall funktionieren, aber es hat noch viel Entfaltungspotenzial. „Wir stehen vor einem massiven Aussterben, der Klimawandel beschleunigt sich und … die landwirtschaftlichen Flächen werden degradiert. Wir brauchen kostengünstige, schnelle, normierbare Verfahren zur Wiederherstellung der Böden“, so Rinaudo.

„Die Wiederherstellung hat mit zwei Dingen zu tun: mit der Artenvielfalt und mit Gerechtigkeit – Gerechtigkeit in dem Sinne, dass die Wieder-Begrünung den Kleinbauern zugute kommen sollte“, sagt Reij. „Der große Vorstoß sollte Millionen von Kleinbauern mobilisieren, selbst in Bäume zu investieren. Wenn wir das nicht erreichen können, können wir den Kampf gegen die Landdegradation nicht gewinnen“.

This is how World Vision Burundi does FMNR

In semi-arid Africa, farmers are transforming the „Underground Forest“ into life-giving trees

Revitalization of a traditional agricultural practice known as farmer managed natural regeneration is bringing new life to millions of acres of degraded land while boosting food, fuel, habitat and carbon storage.

By Duncan Gromko, Feb 11, 2020 ensia.com

Around the world, more than 2 billion hectares (nearly 5 billion acres) of land — an area larger than Russia — are degraded. Degradation can take many forms: clearing of forests, soil erosion or the decline of nutrients in the soil, all of which result in less productive land. The loss of soil fertility is dragging down agricultural yields, especially for poor farmers who cannot invest in fertilizers to replace the natural nutrients that are washed away when soil erodes.

In the early and mid-1980s, soil fertility fell in marginal areas surrounding the Sahara Desert in Africa as people cut trees to make room for agriculture, and soil loss accelerated. Simultaneously, this dry region experienced severe droughts, leading to a massive famine. An estimated one million people died in Ethiopia alone.

As worldwide attentiveness waned, a practice known as farmer managed natural regeneration — FMNR — took root in the sands. Farmers saw that trees and bushes could protect fields from harsh winds that blew crop seeds away. Trees that captured nitrogen from the air allowed soils to regenerate and become more productive. Fields where vegetation remained were producing much more than areas that had been entirely cleared.

Extension agent Ibrahim Yahaya demonstrates how to practice FMNR. Photo courtesy of Tony Rinaudo | World Vision Australia

Different from tree planting, FMNR takes advantage of the “underground forest”: existing roots, stumps and seeds that can sprout into full-grown trees if protected and managed.

“What is key is the availability of seeds underground and stumps,” says Irene Ojuok, national technical specialist for environment and climate change at World Vision. “In places where there is availability of seeds or stumps, any place that previously [was] with trees and was cleared, and seeds are underground, trees can regenerate.”

It’s important to protect early growth from livestock and other damage. Pruning and coppicing can then accelerate regrowth. FMNR benefits from indigenous knowledge around tree management.

“There’s nothing new about [FMNR]. It’s a traditional method of coppicing that has existed for centuries,” says Tony Rinaudo, principal natural resource advisor for World Vision Australia.

Soon FMNR is going to get a big boost, with the Grand African Savannah Green Up project set to invest US$85 million in FMNR. What’s more, a new Trillion Trees initiative launched at Davos has enormous goals for reforesting landscapes. With big money going to FMNR and the big expectations that come along with that investment, it’s important to understand what FMNR is and when and where it might be a good choice for working with, rather than against, nature to meet human needs.

Many Benefits

In Niger, about 5 million hectares (12.3 million acres) of degraded Sahel landscapes have seen an increase in the number of trees. Tree type varies depending on the local ecology and people’s preferences, but includes species like Faidherbia albida, a nitrogen-fixing tree, and the baobab tree.

“It’s estimated that farmers are growing an additional 500,000 metric tons (550,000 tons) of grain a year through FMNR [in Niger]. The gross income is increased by about US$900 million per year, without inputs or subsidies,” says Rinaudo. That additional production enabled by FMNR supplies grain to 2.5 million people.

Farmers use common tools such as sickles, harvesting knives, machetes and axes to prune vegetation. Photo courtesy of Tony Rinaudo | World Vision Australia

The regrowth of trees also means that firewood is much more easily available. “Women used to have to walk two and a half hours to collect firewood. Now they walk half an hour because they can prune on-farm trees,” says Chris Reij, senior fellow specialized in agroforestry and restoration at the research nonprofit World Resources Institute.

Spending less time collecting firewood creates opportunities. In Kenya, Ojouk says, women have used the extra time to create household businesses around raising chickens and other ways of creating income.

Depending on the context, FMNR offers many other benefits: “It’s the supermarket and the hardware store,” says Rinaudo. Water sources are replenished as water infiltrates the soil rather than immediately running off. Trees managed through FMNR produce goods that can be sold in markets, such as the leaves of the baobab tree or resin. Some tree species produce leaves, seed pods and even bark that is used as fodder for livestock, which is especially important in areas where climate change-driven drought has decimated people’s herds. And by bringing back trees into agricultural landscapes and boosting soil fertility, FMNR can also provide improved habitat for threatened species.

Furthermore, compared with planting trees, FMNR is low cost since it relies on existing stumps and seeds in the soil rather than seedlings produced in nurseries. Both Rinaudo and Reij say that tree planting in harsh conditions has a high failure rate, as seedlings fail to adapt. In fact, Rinaudo first became interested in FMNR while he was working on a replanting project in Niger where he says 85% to 90% of seedlings were dying.

In addition to the local benefits, FMNR sequesters carbon dioxide in trees and in the soil. Given the large amount of degraded land around the world, there is great potential to scale FMNR as a climate change solution.

Not Just Anywhere

Farmers have to be convinced that FMNR will work for them. In order to be accepted, “[FMNR] has to be connected with another issue that matters to farmers: protecting a water source, restoring the water table, honey production or another livelihood component,” says Assefa Tofu, dryland development program manager at World Vision Ethiopia. FMNR requires protecting an area, which could involve temporarily restricting livestock from grazing, for example. Farmers will only give this up if they believe in the long-term benefit of FMNR.

Although FMNR is showing green shoots of success in many countries, it won’t work just anywhere. For one thing, it requires seed banks, old stumps or other natural means of regeneration. For another, Rinaudo says, it makes most sense in semi-arid areas. A wide variety of species, especially exotic species, can thrive in humid areas, he says, while in drier regions indigenous trees tend to be best adapted to the difficult local conditions.

Legal and social systems are also critical. Land management and especially tree-cutting must be somehow regulated or managed; there is no sense in protecting a tree on your land if a neighbor might come in and cut it.

“The legal system and ownership are very important,” says Tofu. “The No. 1 thing [I] ask from the community is to protect land from livestock and to stop them from destroying new growth. Local government buy-in is important, as they need to understand [we] are coming to help, and not be a burden.”

In some countries where FMNR is ecologically important, weak governments make it difficult to provide the legal basis to protect trees. Reij says that farmer cooperatives, associations and village-level governance have had to fill this gap, developing mechanisms to manage tree cutting and enforcing punishment when individuals violate the law. In areas where FMNR was promoted, but supporting institutions didn’t take hold, he says, FMNR hasn’t been as sustainable.

A farmer in Humbo, Ethiopia shows how much a farmer-managed tree has grown just 18 months after it was thinned and pruned. Photo courtesy of Tony Rinaudo, World Vision Australia

FMNR has spread to at least two dozen countries, from Haiti to Somalia to Indonesia. In some places, Rinaudo says, social hierarchies have held back the practice. For instance, in India the caste system means that the people who would benefit most from FMNR don’t own the land, slowing the spread of FMNR. Landowners are more interested in maintaining their control over resources and place in the social hierarchy.

While FMNR won’t work everywhere, it still has a lot of room to grow. “We’re facing a massive extinction event, climate change is accelerating and … agricultural lands are degraded. We need low cost, rapid, scalable restoration methods,” says Rinaudo.

“Restoration has to do with two things: biodiversity and equity — equity in the sense that regreening should benefit smallholder farmers,” says Reij. “The big push should be mobilizing millions of smallholder farmers to invest in trees themselves. If we cannot accomplish that, we cannot win the battle against land degradation.”

Netzfrauen Ursula Rissmann-Telle und Doro Scheier
deutsche Flagge

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