Coronavirus – Solarbetriebene Containerkliniken für Afrika – AFRICA – containerised solar-lit clinics

zur englischen Version Das Coronavirus hat auch Afrika erreicht. Es gibt gute Gründe zu befürchten, dass Covid-19 für zig Millionen Menschen mit Tuberkulose oder deren durch HIV geschwächtes Immunsystem besonders gefährlich sein wird. In Afrika gibt es nicht nur fünf Intensivbetten pro eine Million Einwohner, sondern auch über 700 Millionen Menschen leben ohne Zugang zu Strom. Dies gilt insbesondere für Menschen in armen oder ländlichen Gebieten. Auch zeigen Daten, dass acht von zehn Menschen, die in ländlichen Gebieten leben, keinen Zugang zu sanitären Grunddiensten haben. In Kenia wurden bereits vor dem Ausbruch von Covid-19 solarbetriebene Anlagen, die Meerwasser in Trinkwasser verwandelt, installiert. Somit haben Tausende endlich nach fünf Jahren Dürre Trinkwasser. Jetzt, da auch die Menschen in Afrika von dem Coronavirus betroffen sind, können solarbetriebene Containerkliniken helfen. Diese Gesundheitseinrichtungen sind für ländliche Gebiete geeignet, in denen es häufig an Gesundheitszentren mangelt.

Für 1 Million Einwohner in Afrika gibt es nur fünf Intensiv-Betten.


Chiromo Lane Medical Centre – MSF East Africa

Laut WHO gibt es in Europa im Schnitt 4000 Intensiv-Betten pro 1 Million Einwohner. Für die gleiche Zahl Menschen in Afrika sind es fünf Intensiv-Betten. Mehr als ein Drittel der afrikanischen Bevölkerung hat keinen Zugang zu ausreichender Wasserversorgung, und fast 60% der Stadtbewohner leben in überfüllten Slums – Bedingungen, unter denen sich das Virus sehr schnell ausbereiten kann. Es gibt fast 19.000 bestätigte Fälle in Afrika, auf einem Kontinent mit einer Bevölkerung von etwa 1,3 Milliarden.  Die fragile Gesundheitsinfrastruktur auf dem Kontinent wird durch eine zunehmende Anzahl neuer Covid-19-Infektionen doppelt belastet.

Seit der erste Fall in Afrika gemeldet wurde, haben sich die jeweiligen Regierungen um die Infizierten auf städtische Gebiete konzentriert, in denen Gesundheitseinrichtungen und der Zugang zur Versorgung in unmittelbarer Nähe liegen. Doch die ländlichen Gebiete, in denen es kaum oder gar keine Behandlungseinrichtungen gibt, wurden außer Acht gelassen. Die fragile Gesundheitsinfrastruktur auf dem Kontinent wird durch eine zunehmende Anzahl neuer Covid-19-Infektionen doppelt belastet.

Südafrika befindet sich seit dem 26. März 2020 auf Grund der anhaltenden Coronavirus-Pandemie in einer 21-tägigen Sperrfrist. Am 22. April 2020 teilte die Regierung mit, dass mehr als 70.000 Soldaten in Südafrika eingesetzt werden, um eine Sperrung durchzusetzen, die die Ausbreitung des Coronavirus stoppen soll, sagt der nationale Sender SABC.

Botswana hat ebenfalls eine 28-tägige Ausgangssperre erlassen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Uganda hat die Anzahl seiner bestätigten Coronavirus-Fälle von 56 auf 61 nach oben korrigiert, um vier kenianische und einen tansanischen LKW-Fahrer einzubeziehen, die an seinen Grenzen getestet wurden. Seitdem wird jeder Fahrer, der mit seinem LKW aus anderen afrikanischen Länder kommt,  auf Corona getestet. Das Land befindet sich derzeit mitten in einer 21-tägigen Sperr- und Ausgangssperre. Auch Lesothos Premierminister Thomas Thabane hat die landesweite Sperrung um zwei Wochen verlängert, um Infektionen mit Coronaviren zu verhindern. Die Demokratische Republik Kongo wird am Mittwoch in einem Teil der Hauptstadt Kinshasa, in dem fast alle Fälle von Coronavirus registriert sind, mit der Lockerung strenger Sperrmaßnahmen beginnen. DR Kongo hat 350 Fälle des Virus und 25 Todesfälle registriert – es besteht jedoch die Sorge, dass die Gesundheitsbehörden Schwierigkeiten haben würden, einen größeren Infektionsausbruch einzudämmen. In Kenia sind sogar Dutzende Menschen, die sich in Quarantäne in der Hauptstadt Nairobi befanden, geflüchtet. Sie wurden verhaftet und zurückgebracht werden, um ihre Isolationsphase zu beenden.

Ein nigerianischer Arzt starb an Covid-19, nachdem er sich bei der Behandlung eines infizierten Patienten in seiner Privatklinik mit Coronavirus infiziert hatte.

So die aktuellen Nachrichten aus Afrika, wo sich ebenfalls das Coronavirus ausbreitet. Die Menschen in Afrika  waren in den letzten Jahren einem Ansturm tödlicher Krankheiten ausgesetzt, darunter Masern, Polio, Malaria und Ebola. Jetzt stehen sich viele der afrikanischen Länder mit einem zusammenbrechenden und überforderten Gesundheitssystem einem weiteren tödlichen Feind in der Coronavirus-Pandemie gegenüber.

Professor Gabriel Leung, Public Health Medicine an der Hong Kong University, ist Experte für Coronavirus-Epidemien und er spielte während des SARS-Ausbruchs in den Jahren 2002 und 2003 eine Schlüsselrolle. In einem Gespräch warnte er in australischen Medien nicht nur, dass COVID-19 „sicherlich infektiöser als SARS ist und es auch sehr schwierig ist, es zu kontrollieren, sondern auch, dass eine Infektion von Millionen von Menschen „zu einem weiteren massiven Fall gesundheitlicher Ungleichheit führen könnte“, bei dem nur diejenigen in reichen Ländern mit robusten Gesundheitssystemen überleben würden.

„Diese Krankheit ist eigentlich nur behandelbar, wenn Sie Betten auf der Intensivstation haben, wenn Sie Beatmungsgeräte haben, wenn Sie eine gute Verfügbarkeit von Medikamenten haben, um die Menschen zu heilen, wenn sie wirklich krank werden“, sagte er. „Die Menschen werden überleben, die sich Gesundheitssysteme leisten können.“

Coronavirus – Solarbetriebene Containerkliniken für Afrika

Viele Länder Afrikas verfügen nur über ein mangelhaftes Gesundheitssystem. Eine Lösung wären solarbetriebene Containerkliniken. Bereits GivePower ist die Installation von Solarenergie-Technologien in Kenia gelungen. Ihr jüngstes bahnbrechendes Projekt installierte eine solarbetriebene Entsalzungsanlage, um den Menschen in Kiunga, einem ländlichen Dorf in Kenia, sauberes, gesundes Wasser zu bringen.

Mit dieser Technologie wird das salzhaltige Meerwasser nun zu einer lebensspendenden Wasserquelle für die Menschen in diesem Dorf. Die Anlage kann täglich etwa 70.000 Liter Trinkwasser produzieren, was für bis zu 35.000 Menschen ausreicht. Siehe: Nach fünf Jahren Dürre endlich Trinkwasser – Kenia installiert erste solarbetriebene Anlage, die Meerwasser in Trinkwasser verwandelt – Solar-powered Plant in Kenya Gives Thousands of People Clean Drinking Water After Five Years of Drought
Mehr als 700 Millionen Afrikaner haben keinen Zugang zu Elektrizität. Von diesen sind Frauen und Mädchen oft am stärksten betroffen, wenn sie kilometerweit laufen müssen, um Wasser und Holz zu holen. Leider verschlechtert sich die Situation von Jahr zu Jahr. Und gerade jetzt, wo auch die ländlichen Gemeinden vom Coronavirus betroffen sind, ist es um so wichtiger, dass auch sie gesundheitlich versorgt werden.

Winch Energy, ein Unternehmen mit Sitz in London, Großbritannien, hat kürzlich eine Containerklinik auf den Markt gebracht. Diese einfach zu installierende Pflegeeinrichtung heißt Winch Clinic und wird mit Solarenergie betrieben.

Laut dem in London, Großbritannien, ansässigen Unternehmen sind diese containerisierten Gesundheitseinrichtungen für ländliche Gebiete geeignet, in denen es häufig an Gesundheitszentren mangelt.

Konkret sind diese mobilen Kliniken in 6 bis 12 Meter langen Containern installiert, die vier und acht Serviceräume im Zentrum enthalten können. Die Anlage kann auf 24 bis 48 Betten erweitert werden. „Je nach Bedarf können die Räume als Klinik, Sprechzimmer, Operationssaal, Intensivstation, Untersuchungsraum oder Büro für Ärzte und andere Angehörige der Gesundheitsberufe eingerichtet werden“, erklärt Winch Energy am 21.April 2020. 

Die Winch Clinic bietet auch eine Internetverbindung, eine Drohnenladeplattform für die Lieferung von Verbrauchsmaterialien und gegebenenfalls Unterkünfte für medizinisches und administratives Personal. Ein solches System ist für den Einsatz in wenigen Wochen in abgelegenen Gebieten geeignet. Haushalte in den meisten Dörfern in Afrika südlich der Sahara haben jedoch keinen Zugang zu Elektrizität. Winch Energy, das auch netzunabhängige Solarsysteme anbietet, hat dies berücksichtigt.

Containerkliniken sind beispielsweise mit netzunabhängigen Solarsystemen mit Batterien zur Speicherung von Strom ausgestattet. Jede Klinik hat ein Solarsystem für ihre eigenen Bedürfnisse. Beispielsweise wird die Anlage, die mit einem kleinen 40-kWp-Solarkraftwerk ausgestattet ist, über ein 144-kWh-Speichersystem verfügen. Eine 80-kWp-Einheit hat eine Speicherkapazität von 288 kWh. Laut Winch Energy kann die Leistung der PV-Anlage und der Batterien auf 5 MWp bzw. 20.000 kWh erhöht werden, um eine viel größere Klinik oder Gesundheitseinrichtung zu versorgen.

Einsatz in Afrika

„Die Covid-19-Pandemie unterstreicht nur noch weiter die Bedeutung der Bereitstellung von Gesundheitsleistungen und Einrichtungen, die Tag und Nacht zuverlässig funktionieren, um Patienten zu behandeln und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Wir freuen uns, dass wir den Start der Winch Clinic vorantreiben und zu einem Zeitpunkt anbieten konnten, an dem Regierungen und Gesundheitsorganisationen Kliniken fordern, die schnell eingesetzt und für Tests und Behandlungen als Reaktion auf das Virus angepasst werden können“, sagte Nicholas Wrigley, Chairman und CEO von Winch Energy.

In afrikanischen Ländern, in denen diese Systeme eingesetzt werden können, wird Winch Energy mit den lokalen Regierungen zusammenarbeiten, um Personal zu rekrutieren. Das britische Unternehmen wird auch Schulungen für Anwohner durch Nichtregierungsorganisationen (NGOs) anbieten.

Winch launches containerised solar-lit clinics in Africa

Winch Energy, a company based in London, UK, has recently launched a containerised clinic on the market. Called Winch Clinic, this easy-to-deploy care facility is powered by solar energy.

The Covid-19, affecting Africa, exposes the shortcomings of each country’s health care system. It is in this health crisis context that Winch Energy unveils its innovation. It is Winch Clinic, a mobile health centre powered entirely by clean energy. According to the company based in London, UK, these containerised health facilities are suitable for rural areas, which often lack health centres.

Concretely, these mobile clinics are installed in 6 to 12-metre (20 to 40-foot) containers that can contain four and eight service rooms at the centre. The facility can be expanded to accommodate between 24 and 48 beds. “Depending on the needs, the rooms can be set up as a clinic, consulting room, operating room, intensive care unit (ICU), examination room or office for doctors and other health care professionals,” Winch Energy explains.

Solar-powered mobile clinics

Winch Clinic also provides an Internet connection, a drone loading platform for the delivery of supplies and, if necessary, accommodation for medical and administrative staff. Such a system is suitable for deployment in a few weeks in remote areas. Yet households in most villages in sub-Saharan Africa do not have access to electricity. Winch Energy, which is also a supplier of off-grid solar systems, has taken this into account.

For example, containerised clinics are equipped with off-grid solar systems with batteries to store electricity. Each clinic has a solar system for its own needs. For example, the facility that is equipped with a small 40 kWp solar power plant will have a 144 kWh storage system. An 80 kWp unit will have a storage capacity of 288 kWh. According to Winch Energy, the power of the PV system and batteries can be increased to 5 MWp and 20,000 kWh respectively, to serve a much larger clinic or health care facility.

Deployment in Africa

“The Covid-19 pandemic only further underscores the importance of providing health care and facilities that can operate reliably, day and night, to treat patients and prevent the spread of disease. We are pleased to have been able to move forward with the launch of the Winch Clinic and to offer it at a time when governments and health organizations are calling for clinics that can be rapidly deployed and adapted for testing and treatment in response to the virus,” said Nicholas Wrigley, Chairman and CEO of Winch Energy.

In African countries where these systems can be deployed, Winch Energy will work with local governments to recruit personnel. The British company also will offer training for local residents through nongovernmental organizations (NGOs). Source: Afrik21

deutsche Flagge

Netzfrauen auch auf >>> Instagram >>>>mit vielen Bildern und Informationen!

Coronavirus – der lautlose Killer – As Wuhan coronavirus fear spreads …

‚ZEITBOMBE‘ Coronavirus: ‘wet markets’ verkaufen immer noch lebende Tiere – Journalist goes undercover at „wet markets“, where the Coronavirus started

Nach fünf Jahren Dürre endlich Trinkwasser – Kenia installiert erste solarbetriebene Anlage, die Meerwasser in Trinkwasser verwandelt – Solar-powered Plant in Kenya Gives Thousands of People Clean Drinking Water After Five Years of Drought

Lebensbedrohliche Dürre in Südafrika für die Armen! – South Africa – Will The Next War Be Fought Over Water?

Südafrika – in Zeiten von Corona – South Africa: Lockdown heroes feed hungry kids

Kreative Frau erfindet Zelte für Flüchtlinge, die Regenwasser auffangen und Solarenergie speichern – Inspiring Woman Invents Refugee Tents That Collect Rainwater and Store Solar Energy

Frauen aus Afrika machen es vor und bauen sogar Ghanas größte Photovoltaikanlage – African women do it: building Ghana’s Biggest Solar Farm

„Wir müssen flüchten“ – Reiche Amerikaner aktivieren Fluchtpläne für Pandemien und fliehen nach Neuseeland – Covid 19 coronavirus: Rich Americans flee to New Zealand to try to escape pandemic

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.