Während Coronakrise – gigantische Plünderung der Erde – More Tropical Forest Loss – The gigantic plundering of the earth

Die Zerstörung der Natur hat eine gigantische Dimension angenommen. Alle sechs Sekunden, Verlust eines Fußballfeldes aus Primärwald. Mit der Coronapandemie ist ein weltweites Phänomen aufgetreten – die Plünderung der Regenwälder. Doch nicht nur der Amazonas-Regenwald wird gerodet und Indigene werden ermordet, auch in Asien hat die Plünderung der Regenwälder eine gigantische Dimension angenommen. Während die indigenen Gemeinschaften in Kambodscha zu Hause blieben, um den Covid-19-Ausbruch einzudämmen, zerstörte ein vietnamesischer Kautschukriese ihr Land. Nicht nur ein 45 Hektar indigenes Territorium wurde zerstört, auch ihre Grabstätten wurden verwüstet. Hieß es noch vor der Coronakrise, pflanzt Bäume gegen den Klimawandel, nutzen Giganten den weltweiten Lockdown für regelrechte Raubzüge. Schon vor der Coronapandemie zeigten Recherchen, dass in nur einem Jahrzehnt große Konzerne wie General Mills, IKEA, Johnson & Johnson, Kellogg, L’Oréal, Mars, Nestlé, PepsiCo, Procter & Gamble und Unilever 50 Millionen Hektar Wald zerstörten. Auch im Kongo ist die größte Bedrohung für den Regenwald die industrielle Rodung und die Umstellung auf großflächige Landwirtschaft und auch hier: eine massive Entwaldung für Palmöl-, Kautschuk- und Zuckerproduktion. Man nennt sie auch die Holzmagnaten, die sogar vor Schutzgebieten nicht halt machen. Es ist ein grassierender illegaler Handel, bei dem nur einige wenige profitieren, dabei zugleich ein Raubzug gegen Mensch und Natur stattfindet und viele Tier- und Pflanzenarten ausgelöscht werden. Im Juni 2020 veröffentlichte Zahlen zeigen, dass allein 2019 die Tropen 11,9 Millionen Hektar Baumbestand verloren haben.

Die gigantische Plünderung der Erde

Es ist absolut eine Entwaldung im Amazonasgebiet, im April um 64% gewachsen zu sein !!!!!
DER AMAZON IST ZU ERHALTEN UND NICHT ZU ZERSTÖREN !!

Dazu auch: Paulinho Paiakan, berühmter Häuptling des Amazonas. stirbt am Coronavirus – Coronavirus devastates indigenous tribes in the Brazilian Amazon

Während die Welt nach Brasilien schaut, denn allein hier wurden in den ersten vier Monaten dieses Jahres laut dem Nationalen Institut für Weltraumforschung Inpe, das Satellitenbilder auswertet, weitere 120’000 Hektar Regenwald abgeholzt, spielt sich auch in anderen Wäldern dieser Erde eine Tragödie ab. Ob in Lateinamerika, Afrika, Australien, Asien oder in Europa – viele Menschen und Tiere verlieren ihren Lebensraum und Pflanzenarten werden ausgelöscht. Während Medien über das Pflanzen von Bäumen aus verschiedenen Ländern 2019 berichteten, verschwinden weltweit jeden Tag ganze Wälder.

Laut Angaben der University of Maryland, die am 02. Juni 2020 auf Global Forest Watch veröffentlicht wurden, haben die Tropen 2019 11,9 Millionen Hektar Baumbestand verloren. Fast ein Drittel dieses Verlusts, 3,8 Millionen Hektar, entfiel auf feuchte tropische Primärwälder, die für die biologische Vielfalt und die Kohlenstoffspeicherung besonders wichtig sind. Das entspricht dem Verlust eines Fußballfeldes aus Primärwald alle 6 Sekunden für das ganze Jahr.

Wir haben alle 6 Sekunden für das gesamte Jahr 2019 einen Fußballplatz aus Primärwald verloren. Die damit verbundenen Kohlenstoffemissionen betragen 1,8 Gigatonnen, was einer jährlichen Emission von 400 MILLIONEN Autos entspricht.

Primärwälder gehören zu den dichtesten, wildesten und ökologisch bedeutendsten Wäldern der Erde. Sie erstrecken sich über den Globus, von der schneebedeckten borealen Region bis zu den dampfenden Tropen, obwohl 75% von ihnen in nur sieben Ländern zu finden sind .

Die Erhaltung dieser Wälder bewahrt auch die kulturelle Vielfalt und stellt sicher, dass traditionelle indigene Lebensweisen nicht gestört werden.

Die Welt hat 2019  3,8 Millionen Hektar tropischer Primärwälder verloren – ein Gebiet von fast der Größe der Schweiz, das einige der wertvollsten Ökosysteme der Welt für Klimastabilität und Erhaltung der biologischen Vielfalt darstellt.

Die Zahlen aus 2019 zeigen, dass wie bereits 2018 die Tropen ca. 12 Millionen Hektar Baumbewuchs verloren. Die größte Sorge ist das Verschwinden von über 3 Millionen Hektar Primärregenwald auf einer Fläche von der Größe der Schweiz. Im Jahr 2002 machten nur zwei Länder – Brasilien und Indonesien – 71 Prozent des tropischen Primärwaldverlustes aus. Neuere Daten zeigen, dass sich die Grenzen des Primärwaldverlusts allmählich verschieben. Brasilien und Indonesien hatten einen Anteil von 46 Prozent am Primärverlust des Regenwaldes, während in Ländern wie Kolumbien, Côte d’Ivoire, Ghana und der Demokratischen Republik Kongo die Verlustraten erheblich anstiegen. Obwohl die Rate des Primärwaldverlusts 2019 niedriger war als in den Rekordjahren 2016 und 2017, war sie immer noch die dritthöchste seit der Jahrhundertwende.

Viele Länder und Konzerne haben sich verpflichtet, die Entwaldung bis 2020 zu reduzieren oder überhaupt keine Entwaldung vorzunehmen.  Aber leider blieb es nur bei einem Versprechen, wie aktuelle Recherchen belegen. Konzerne, die ohnehin als Umweltsünder gelten, wie General Mills, IKEA, Johnson & Johnson, Kellogg, L’Oréal, Mars, Nestlé, PepsiCo, Procter & Gamble und Unilever, hatten sich 2010 dazu verpflichtet, die Entwaldung in den nächsten zehn Jahren zu beenden. Jetzt stellt sich raus, dass sie für die Aufzucht von Rindern, Palmöl, Zellstoff und Papier sowie Soja in nur einem Jahrzehnt 50 Millionen Hektar Wald zerstörten.

Angesichts der Dringlichkeit, außer Kontrolle geratenen Klimawandel und irreversiblen Verlust der biologischen Vielfalt zu verhindern, müssen wir die Entwaldung eindämmen bevor es zu spät ist.

Unser Wald – unsere Zukunft wird uns während Corona geraubt

Mönche und  Waldschützer halten eine buddhistische Zeremonie ab, um Kambodschas Prey Lang  zu schützen

Bereits 2019 hielten Waldschützer, die von Mönchen begleitet wurden, eine buddhistische Zeremonie ab, in der Hoffnung, den Wald von Prey Lang in den zentralen Ebenen Kambodschas zu schützen. Der Wald wurde durch Abholzung verwüstet, die durch illegalen Holzeinschlag verursacht wurde. Ein Großteil des illegalen Holzes wurde außerhalb des Landes geschmuggelt. Laut einem aktuellen Bericht ist der 360.000 Hektar große Wald jetzt 40 Prozent kleiner als früher.  Im Wald leben 393 Tierarten, darunter 55, die weltweit bedroht sind. Im Mai letzten Jahres wurde in einem Bericht der britischen Environmental Investigation Agency (EIA) berichtet, dass rund 300.000 Kubikmetern Holz – einschließlich gefährdeten Rosenholzes – aus Schutzgebieten in Kambodscha nach Vietnam geschmuggelt worden seien

Prey Lang ist der letzte große Tieflandregenwald auf dem südostasiatischen Festland. Der Wald erstreckt sich über ungefähr 5000 Quadratkilometer und liegt westlich des Mekong im nördlichen Teil Kambodschas. Es ist die Heimat von 250.000 Einwohnern, viele von den einheimischen Kuy in Kambodscha, sowie zahlreichen bedrohten Tier- und Pflanzenarten.

Seit Anfang der 2000er Jahre hat Kambodscha ausländischen Unternehmen große Landstriche als Konzessionen für Minen, Kraftwerke und landwirtschaftliche Betriebe gewährt, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die Armut zu lindern. Solche Geschäfte haben laut Menschenrechtsanwälten mehr als 770.000 Menschen vertrieben.

Vor zehn Jahren gab die Regierung dem vietnamesischen Kautschukkonzern Hoang Anh Gia Lai (HAGL) etwa 19.000 Hektar Land aus 12 indigenen Dörfern.

Hoang Anh Gia Lai Aktiengesellschaft ist ein in Vietnam ansässiger Konzern, der hauptsächlich im Agrarsektor tätig ist. Das Unternehmen ist in sechs Segmente unterteilt, darunter das Segment Landwirtschaft, in dem Kautschukpflanzen, Palmen  und Zuckerrohr verarbeitet und gehandelt werden. Im Segment Handel und Dienstleistungen wird mit Latexschaum, Palmöl und Zucker sowie Nutztieren gehandelt. Im Immobiliensegment werden Wohnimmobilien zum Verkauf entwickelt und Büroräume und Gewerbekomplexe vermietet. Im Produktionssegment werden Düngemittel, Kunststoffrohre und landwirtschaftliche Geräte herstellt. Im Bausegment werden Immobilien, Flughäfen und Tierunterkünfte und im Energiesegment Wasserkraftwerke gebaut und betrieben.

Gründer und Vorstand ist der asiatische Tycoon Doan Nguyen Duc. Er wurde vom Wall Street Journal als einer der 30 mächtigsten Unternehmer in Südostasien benannt. Bekannt ist auch seine Leidenschaft für Fußball, er zahlte dem südkoreanischen Trainer Park Hang-seo , der drei verschiedene vietnamesische Teams zum Erfolg geführt hatte, monatlich 800 Millionen VND (34.400 US-Dollar).

Und sein Konzern Hoang Anh Gia Lai (HAGL) plünderte, während die Familien in den Dörfern Muoy, Inn, Mas und Kak Schutz suchten, ihr Land. Noch im März 2019 hatte man den Ureinwohnern versprochen, dass man ihnen das Land wieder zurückgeben wolle, welches man ihnen genommen hatte. Der Gouverneur der nordöstlichen Provinz Ratanakiri hatte das Landwirtschaftsministerium gebeten, 64 Gebiete aus den Landkonzessionen herauszunehmen, darunter Wälder, Feuchtgebiete und Grabstätten, die einem Dutzend indigener Gemeinschaften gehörten. HAGL focht die Berufung jedoch mit der Begründung an, dass 150 Hektar der ausgewiesenen Fläche bereits gerodet und bepflanzt worden seien und innerhalb ihrer Konzession bleiben sollten.

Von HAGL in der Nähe von Mass Village, Ratanakiri, zerstörtes Land. Bild:  Mass Village

Als die Pandemie die Entscheidung des Ministeriums verzögerte, zerstörte die Firma weitere 45 Hektar indigenes Territorium und verwüstete zwei „Geisterberge“, Feuchtgebiete, altbewachsenen Wald sowie traditionelle Jagdgebiete und Grabstätten von spirituellem Wert für die Dorfbewohner. Im Februar – nur Wochen vor der Rodung des Landes – nahmen Vertreter des Dorfes an einem persönlichen Treffen mit HAGL im Rahmen eines neuen Streitbeilegungsverfahrens teil, das das Unternehmen selbst beantragt hatte.

Auf der Karte von globalforestwatch.org können Sie sehen, wo gerade eine Entwaldung im asiatischen Raum stattfindet.

Von 2001 bis 2019 verlor Kambodscha 2,31 Mio. ha Baumbestand!

In den 2000er Jahren begann die kambodschanische Regierung, Millionen Hektar Land – Konzessionen genannt – an private Unternehmen zu verpachten, von denen einige in geschützten Wäldern liegen. Laut einer Reihe von Berichten der internationalen Nichtregierungsorganisation Environmental Investigation Agency wurden zwischen 2016 und 2018 fast eine halbe Million Kubikmeter Holz von Kambodscha nach Vietnam geschmuggelt.

„Vielleicht gab es vor 10 Jahren Dschungel und viel Wald und viele wild lebende Tiere wie Elefanten, Tiger, Kaninchen …“,  sagt Autsch Leng, ein Umweltaktivist, der gegen die gigantischen Holzmagnaten kämpft, um die Entwaldung zu stoppen. „Die privaten Firmen sind gekommen, um den Wald hier zu zerstören und andere Heiligtümer, wie Boeung Per im Norden, nähern sich rasch demselben Schicksal. Ich habe 23 Holztransporter aus der Gegend von Phnom Prich gesehen.“

Ein weiterer kambodschanischer Waldaktivist, Chut Wutty, wurde 2012 ermordet, als er die Machenschaften einer Holzfällerfirma aufdeckte. Seitdem wurden mehrere weitere Waldpatrouillen getötet, darunter drei, die letztes Jahr an der vietnamesischen Grenze erschossen wurden. Auch Leng erhielt zahlreiche Morddrohungen.

Boeng Per ist ein 241.000 Hektar umfassendes Schutzgebiet

Es ist das Herzstück des Regenwaldes von Prey Lang in Kambodscha, des größten zusammenhängenden immergrünen Tieflandwaldes auf dem südostasiatischen Festland. Prey Lang  bedeutet „unser Wald“, der letzte intakte Urwald Südostasiens in der Sprache der indigenen Kuy.  Ursprünglich handelte es sich um 3600 Quadratkilometer immergrünen Regenwald im Nordosten Kambodschas, doch genau dieser Regenwald wird gerodet. 

„Sie haben es verbrannt, bis nur noch ein paar Stümpfe übrig waren. “Bildnachweis: Sebastian Strangio

Try Pheap ist einer von mehreren kambodschanischen Geschäftsmagnaten, die während des Regimes von Premierminister Hun Sen enormen Reichtum angehäuft haben.

Die EU ist seit Anfang der neunziger Jahre ein wichtiger Entwicklungspartner Kambodschas. Die EU-Unterstützung soll die Politik der Königlichen Regierung von Kambodscha unterstützen, die sich in den mittelfristigen Entwicklungsplänen der Regierung widerspiegelt, so die EU.  Die Entwicklungshilfe der Europäischen Union für Kambodscha beläuft sich derzeit auf 410 Millionen Euro für die bilaterale Zusammenarbeit 2014-2020 und 21 Millionen Euro für die thematischen Haushaltslinien 2014-2017 (ca. 457,3 bzw. 23,4 Millionen USD). Mit diesen Mitteln kann die EU ihre Unterstützung auf vorrangige Sektoren in Kambodscha konzentrieren, die erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Landes haben.

Wen die EU tatsächlich unterstützt: die Tycoons von Kambodscha!

Hun Sen ist seit 33 Jahren an der Macht und regiert mit eiserner Faust, bei der oppositionelle Abgeordnete, Journalisten und Aktivisten angegriffen, verhaftet und sogar getötet wurden. Als Premierminister leitete er ein kleptokratisches System der staatlichen Plünderung, bei dem Kambodschaner gezwungen und gewaltsam vertrieben wurden, um Land für von Tycoons dominierte Industrien wie Holzeinschlag, Bergbau und Agrarindustrie freizugeben. Mehr als 830.000 Menschen sind betroffen, was die Armut in einigen der am stärksten benachteiligten Gebiete des Landes verschärft und eine kleine, korrupte Elite zu einer äußerst wohlhabenden Elite macht.

Diese Tycoons sind:

  • Senator Mong Reththy, der von Global Witness in Verbindung gebracht wurde mit einem massiven illegalen Holzeinschlag und einem Sandbaggerskandal im Wert von mehreren Millionen Dollar. Als Vorwürfe auftauchten, dass der Senator auch am Marihuana-Handel beteiligt war, forderte der Premierminister, dass jeder, der versucht, ihn zu verhaften, „einen Stahlhelm tragen“ sollte.
  • Senator Ly Yong Phat , dessen Geschäft mit Zuckerfirmen zu einigen der gewalttätigsten Landraubaktionen in Kambodscha geführt hat, hat dieses Jahrhundert mit Tausenden von Menschen erlebt, die von ihrem Land geworfen wurden. Zucker ist nur eine Branche in seinem riesigen Geschäftsportfolio, das Casinos, Medien, Infrastruktur und mehr umfasst.
  • Try Pheap, persönlicher Berater von Hun Sen, der laut Global Witness an der Spitze eines millionenschweren Holzschmuggels stand, bei dem Beamte der Regierung, des Militärs, der Polizei und des Zolls mitwirkten. Seinem Unternehmen wurde sogar das ausschließliche Recht eingeräumt, illegales Holz zu kaufen, das von den Behörden beschlagnahmt wurde, um es mit Gewinn weiterzuverkaufen.
  • Senator Lao Meng Khin, dem Shukaku gehört, die Firma, die hinter den berüchtigten Räumungen des Boeung Kak-Sees steckt. Anwohner, die Stellung bezogen, wurden von den Behörden geschlagen, verhaftet und inhaftiert. Ein anderes seiner Unternehmen, Pheapimex, hält Kambodschas größte Landkonzession, die 33-mal höher ist als die gesetzliche Grenze, die kurz nach ihrer Gewährung eingeführt wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass über die Machenschaften von Try Pheap berichtet wird.  Bereits 2016 berichtete Forbes über Kambodschas Machthaber. In den letzten zehn Jahren hat sich Try Pheap, Anfang 50, in dieser 15-Millionen-Nation einen Namen gemacht. Ein Mitarbeiter des Premierministers Hun Sen, der das Land seit 1985 regiert, ist tief mit ihm „verbunden“. Neben landwirtschaftlichen Plantagen hat Try Pheap ein großes und wachsendes Interesse an Immobilien, darunter drei Kasinos, zwei Trockenhäfen für die lokale und internationale Schifffahrt sowie zwei Sonderwirtschaftszonen in Grenzgebieten. Er hat den Benzinhändler „PAPA“ gegründet und baut einen 300-Millionen-Dollar-Hafen in der Provinz Kampot an der Südküste des Landes.

Umweltschützer und Anwohner sagen, dass Try Pheaps Konzession in Boeng Per, wie auch anderswo, als Deckmantel für die großflächige Entfernung von Rosenholz und anderen Luxusholzarten gedient hat. Toby Eastoe, ein australischer Ökologe, der von 2008 bis 2015 im Bereich des Waldschutzes in Kambodscha tätig war, sagte, er habe gesehen, wie sich Try Pheap wie ein großes Spinnennetz in ganz Kambodscha ausbreitete.

Die Sonderwirtschaftszone von Try Pheap (SEZ) befindet sich in der Provinz Ratanakkiri. Try Pheap nutzt sie als Deckmantel für den Export von Holz nach Vietnam, denn es gibt laut Regierungsangehörigen, die bereits 2015 Premierminister Hun Sen baten, Try Pheap die Lizenz zu nehmen, keinerlei Fabriken.  Während einer Reise nach Virachey Ende 2013 trafen Reporter von Cambodia Daily auf Holzfäller, die illegal geschützte Baumarten aus dem Park geerntet hatten und angaben, für Mr. Pheap zu arbeiten. Doch auch die vielen Bittbriefe an Premierminister Hun Sen haben nicht verhindern können, dass Try Pheap weiterhin den Regenwald plündert.

In einigen Fällen wurden geschützte Gebiete vollständig zerstört – wie das Snuol Wildlife Sanctuary im Osten Kambodschas.

Durch fehlende Überwachung und systematische Korruption wird auch die Infrastruktur für den illegalen Holzeinschlag begünstigt.

Mit seiner hohen Speicherkapazität ist Prey Lang für die Trinkwasserversorgung und den Reisanbau in Zentralkambodscha während der Trockenzeit lebenswichtig. Dennoch hat die Regierung in Phnom Penh riesige Flächen des Urwalds, der sich über vier Provinzen zwischen den Flüssen Stung Sen und Mekong erstreckt, an Privatinvestoren verpachtet. Mindestens 33 Konzessionen für die wirtschaftliche Nutzung von jeweils bis zu 10.000 Hektar Land wurden vergeben. Dort wurde der Wald bereits abgeholzt, um Kautschukplantagen Platz zu machen. Durch fehlende Überwachung und systematische Korruption wird auch die Infrastruktur für den illegalen Holzeinschlag begünstigt.

In nur kurzer Zeit gingen 2,3 Millionen Hektar Baumbewuchs verloren – wie aktuelle Recherchen zeigen.

Das Holz speist eine unstillbare Nachfrage nach seltenem Holz in China, wo die Preise für luxuriöse Holzmöbel gestiegen sind. Ein Bett aus siamesischem Rosenholz, das in Kambodscha fast ausgerottet wurde, soll für 1 Million US-Dollar verkauft worden sein.

„Manchmal weine ich. Ich bin enttäuscht, weil ich den Wald nicht schützen kann“, sagt Leng auf einer Mission, um Kambodschas Holzmagnaten zu besiegen und einen grassierenden illegalen grenzüberschreitenden Handel aufzudecken. „Ich sehe, dass die Zerstörung so groß ist, aber niemand hilft, die Zerstörung zu verhindern.“

So, wie der Raubbau an der Natur in Kambodscha, so findet die gigantische Plünderung auf der ganzen Erde statt!

https://www.globalforestwatch.org/map

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ Weissagung der Cree

Netzfrau Doro Schreier

Amazonas, die Lunge unseres Planeten wird für das „weiße Gold“gerodet und Indigene werden ermordet! – For sugarcane – destruction of the Amazon rainforest and indigenous people murdered

BlackRock – Weltweit größter Investor in Entwaldung – Investment giant BlackRock fuels the deforestation of the Amazon & the ruin of our planet’s lungs!

Die Sand-Mafia – Die weltweiten Sandvorkommen werden knapp

Paraguay: Das Land, in dem Soja für Europa tötet, geht in Flammen auf! – The world is going up in flames! – Paraguay battles fires in protected wetland region

#PrayforAmazonia – Amazonas, die Lunge unseres Planeten brennt für das „weiße Gold“? Amazon, the lung of our planet is burning for sugarcane?

Die Welt steht in Flammen – In Angola und im Kongo brennt mehr kostbarer Regenwald, für den Profit, als im Amazonas – The world is going up in flames!

In nur einem Jahrzehnt zerstörten Konzerne 50 Millionen Hektar Wald! – IN JUST ONE DECADE, CORPORATIONS DESTROYED 50 MILLION HECTARES OF FOREST

Bis jetzt 480.000 Hektar verbrannt…Was sind die Hintergründe der Waldbrände in Chile?

Umweltorganisationen entsetzt – Kongo will in Nationalparks nach Öl forschen und weltweit größten Regenwald den Holzfällern überlassen! – NGOs seek suspension of forest-related funding to DRC in response to proposed end to logging moratorium

Wie kann man die Bulldozer stoppen? Palmöl-Industrie sucht neue Flächen! – Rainforest in Papua – Can maps stop a bulldozer?

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hi, nice reporting…..one correction though…Prey Lang is officially around 360,000 hectares….not 36,000…

  2. Diese Geschichten habe ich in den 60 ziger Jahre schon bei Walte Disney gelesen und war emotional
    geladen .später habe ich es von den Indianer gelesen ( 70 ziger ) . Dort wurden mit Maschinen die
    erst in den 90 ziger Jahre enwickelt wurden ,Indigene versklavt oder in den Hunger gezwungen .
    Diese Menschen gehören vors Internationale Gericht und sollten ihr Leben lang Sozial Stunden
    16 Std. täglich ableisten .

  3. Pingback: Die KW 25/2020 im Link-Rückblick | artodeto's blog about coding, politics and the world

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