Niemand weiß, warum die Tiere sterben – Hunderte von Elefanten in Botswana tot aufgefunden – Botswana elephant graveyard: mystery death toll rises to 400

 zur englischen Version Erst im Februar 2020 gab es einen weltweiten Aufschrei, nachdem Botswana Trophäenjagdlizenzen für 60 Elefanten versteigerte. Botswana soll sogar eine Quote für die Tötung von 272 Elefanten im Jahr 2020 festgelegt haben. Jetzt kam die traurige Nachricht, dass man Hunderte von Elefanten in Botswana gefunden hätte, die auf unerklärlicher Weise gestorben sind. Es ist nicht das erste Mal, dass Elefanten in Botswana sterben. Bereits 2018 entdeckten Mitarbeiter von Elephants Without Borders, die eine Luftaufnahme durchgeführt hatten, dass etwa 90 Elefanten in Botswana gestorben waren, und zwar wegen ihrer Stoßzähne. Doch diesmal kann Wilderei als Grund ausgeschlossen werden, denn die Stoßzähne waren nicht entfernt worden. Botswana galt als „sicherer“ Hafen für Elefanten, doch nachdem Mokgweetsi Masisi der neue Präsident geworden war, entwaffnete er die Ranger, die die Elefanten schützen sollten. 

Niemand weiß, warum die Tiere sterben – Hunderte von Elefanten in Botswana tot aufgefunden

„Es ist wie ein Elefantenfriedhof, was in Botswana vorgefunden wurde. Die Zahl der mysteriösen Todesopfer steigt auf 400. Es ist kein Geheimnis, dass in den letzten Monaten im Norden von Botswana  Elefanten gestorben sind. Die Ergebnisse der Proben, die von Regierungsbeamten aus Kadavern entnommen wurden, wurden noch nicht veröffentlicht“, schreibt Africa Geographic am 30. Juni 2020.

„Anstatt die bereits vorhandenen Spekulationen über die Todesursache(n) und, warum die Stichprobenergebnisse noch nicht verfügbar sind, zu ergänzen, haben wir verschiedene vertrauenswürdige Quellen kontaktier , um diese Liste bekannter Details / Beobachtungen zusammenzustellen,“ so  Africa Geographic

„DAS WISSEN WIR“- so  Africa Geographic

  • Die ersten gemeldeten Todesfälle bei Elefanten wurden im März 2020 gemeldet, wobei ab Mai sich die Zahl derer, die gestorben sind, erhöhte.
  • Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf ungefähr 400 Elefanten beiderlei Geschlechts und jedes Alters gestiegen.
  • Die meisten Kadaver befinden sich im NG11-Gebiet in der Nähe des Dorfes Seronga am nördlichen Rand des Okavango-Deltas.
  • 30% der Todesfälle ereigneten sich in den letzten zwei Wochen und 70% vor etwa einem Monat oder länger;
  • Von den toten Elefanten wurden keine Stoßzähne entfernt, und die Kadaver weisen keine Anzeichen dafür auf, dass man ihnen das Elfenbein entfernen wollte.
  • Einige Elefanten starben in aufrechter Position, was auf einen plötzlichen Tod hindeutet.
  • 70% der Kadaver wurden in der Nähe von Wasserlöchern gefunden;
  • Es gibt keine Berichte über ähnliche Todesfälle in Namibia – ein kurzes Stück nördlich von NG11;
  • Es wurde beobachtet, dass lebende Elefanten in der Nähe von Wasserquellen lethargisch und desorientiert waren, und einige schienen wenig Kontrolle über ihre Beine zu haben. Man sah einen im Kreis laufen;
  • Ein toter Elefant wurde in einem Wasserloch gefunden;
  • In der Gegend wurden keine anderen Arten von Kadavern gesehen, und Geier, die von den Elefantenkadavern gefressen haben, scheinen davon nicht betroffen zu sein.

Hinweis: Keines der in dieser Geschichte verwendeten Bilder enthält Standortdaten und kann daher nicht von Personen verwendet werden, die illegal Elfenbein sammeln möchten.

Bereits im Mai hatte die Regierung von Botswana Wilderei als Grund ausgeschlossen – laut Phys.org waren die Stoßzähne nicht entfernt worden.

Dr. McCann von der in Großbritannien ansässigen Wohltätigkeitsorganisation National Park Rescue teilte den örtlichen Naturschützern der BBC mit, dass sie die Regierung Anfang Mai zum ersten Mal alarmiert hätten, nachdem sie einen Flug über das Delta unternommen hatten. „Sie haben 169 in einem dreistündigen Flug entdeckt“, sagte er. „In einem dreistündigen Flug so viele sehen und zählen zu können, war außergewöhnlich. Einen Monat später identifizierten weitere Untersuchungen viel mehr Kadaver, was eine Gesamtzahl von über 350 ergibt.“

Die Elefanten sind im Okavango-Delta im Norden Botswanas gestorben

Bei einer umstrittenen Versteigerung von Trophäenjagdlizenzen gingen sechs der sieben Pakete mit jeweils zehn Elefanten an ein Jagdunternehmen.

Die Versteigerung der Trophäenjagdlizenzen hatte im Februar 2020 eine weltweite Empörung ausgelöst. Botswana engagierte sogar eine PR-Firma aus Hollywood, um die negative Reaktion auf ihre Entscheidung, die Trophäenjagd fortzusetzen, zu stoppen. Botswana hatte trotz Druck aus der EU und regionaler Nachbarn 2014 ein Jagdverbot auf Elefanten verhängt. Doch nachdem Mokgweetsi Masisi der neue Präsident geworden war, entwaffnete er die Ranger, die die Elefanten schützen sollten, und gab sie zum Abschuss frei. Botswana erlangte eine traurige Berühmtheit, als Juan Carlos, der zu der Zeit noch WWF-Ehrenpräsident und König von Spanien war, sich während der Jagd auf Elefanten die Hüfte brach. Schon lange war erwartet worden, dass Botswana dem Druck nicht standhalten werde, und nun ist es soweit: Die Versteigerung der Elefanten brachte insgesamt 2.355.000 USD für sechs Trophäenjagdlizenzen.

Botswana verkauft Trophäenjagdlizenzen zum Töten von Elefanten, so der weltweite Aufschrei!

Während in den anderen afrikanischen Ländern die Elefanten wegen ihres Elfenbeins und der Trophäenjagd fast ausgestorben sind, wurde Botswana das Paradies für Elefanten genannt. In Botswana war die Jagd auf Elefanten verboten. Die EU und regionale Nachbarn forderten zwar die Aufhebung des Jagdverbots, das 2014 verhängt worden war, aber Botswana blieb standhaft. Botswana sei wild entschlossen, weiterhin gegen die Trophäenjagd, die Aufzucht von Wildtieren in Gefangenschaft und für ein Ende des Handels mit Elfenbein zu kämpfen, so die Antwort. Wir berichteten bereits im Mai 2019, nachdem bekannt geworden war, dass Botswana die Jagd auf Elefanten freigegeben hatte und dass eine Hollywood PR-Firma mit der Bekämpfung von Negativschlagzeilen für etwa 125.000 Dollar engagiert wurde.

Um die Elefanten zu retten, hatte sogar die EMS Foundation, eine in Südafrika ansässige Organisation für Naturschutz und Forschung, versucht, die Lizenzen zu beantragen. Sie schrieb einen Brief an Dr. Cyril Taolo, den Direktor für Wildtiere und Nationalparks, und forderte eine Überarbeitung der Qualifikationskriterien.

In dem Brief heißt es: „Wir möchten verfügbare Lizenzen erwerben, ohne die Absicht, Elefanten zu jagen, sondern um das Geld angemessen zu verteilen, was der Erhaltung zugute kommt.“ Leider ohne Erfolg, die Versteigerung der Elefanten brachte insgesamt 2.355.000 USD für sechs Trophäenjagdlizenzen. Siehe ‚SHAME ON YOU‘ – Was ist ein Elefant wert? Botswana verkauft Trophäenjagdlizenzen für 60 Elefanten! – Botswana sells 60 elephants for trophy hunts at first auction since it ended ban

Wie kann man als Grund angeben, man hätte zu viele Elefanten, wie es in Botswana der Fall ist, und die Jagd auf Elefanten für viel Geld freigeben?!

Botswana sagt von sich, in dem Land seien zu viele Elefanten. In Botswana leben rund 135’000 Elefanten. Laut Präsident Masisi gibt es in dem Land eine Überbevölkerung an Elefanten. Daher würden wieder Lizenzen für Trophäenjagden vergeben, und das, obwohl der KAZA-Nationalpark, eine weltweit größte Zone für Naturschutz und Ökotourismus, vor acht Jahren mit 50 Millionen Euro deutscher Finanzierung ausreichend Platz bieten müsste. Unterzeichnet wurde KAZA, der mit deutscher Entwicklungshilfe in Zusammenarbeit mit dem WWF gegründet wurde, von Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe. Doch wie sich herausstellte, gibt es diesen Park anscheinend nur auf dem Papier. Wofür wurden dann 50 Millionen Euro gezahlt? Errichtet wurde dieser „Papierpark“ angeblich zum Schutz für Elefanten. 

Es war im November 2016, als Tschekedi Khama, der Minister für Bodenschätze und Umwelt Botswanas, mitteilte, sein Land stehe unter bislang noch nie dagewesenem Druck seitens der Pro-Jagd-Lobby. Die EU und regionale Nachbarn fordern die Aufhebung des Jagdverbots, das 2014 verhängt worden war. Bei einer Pressekonferenz in der nördlich gelegenen Stadt Maun sagte Khama, Botswana sei im Gegensatz zu Nachbarregionen und -staaten wild entschlossen, [weiterhin] gegen die Trophäenjagd, die Aufzucht von Wildtieren in Gefangenschaft und für ein Ende des Handels mit Elfenbein zu kämpfen. „Botswana unterstützt weiterhin entschlossen das Ende des Elfenbeinhandels. Wir haben mit der Jagd aufgehört (seit 2014), aber unsere Nachbarn praktizieren weiterhin die Trophäenjagd und die Aufzucht von Wildtieren in Gefangenschaft. Unsere Politik gegen die Wildtierjagd funktioniert, weswegen die Wildtiere aus den Nachbarländern nach Botswana umziehen. Aber nun wollen die Wildjäger hier jagen. Wir in Botswana unterstützen das Ende des Elfenbeinhandels, weil wir glauben, dass das Ende des Handels auch die Märkte [für Elfenbein] vernichten wird“, sagte Khama.

„Einige unserer Partner wie Sambia und Simbabwe machen ihre Hausaufgaben nicht und sorgen nicht für eine Infrastruktur mit notwendigen Dienstleistungen wie Wasserversorgung im KAZA. Das führt dazu, dass viele Elefanten über die Grenze nach Botswana kommen, weil wir für all dies sorgen. Unsere Nachbarn müssen einfach neue Brunnen bohren und für Wasser sorgen, um ihre Tiere davon abzuhalten, nach Botswana auszuwandern“, so Khama im November 2016 in einer Pressekonferenz. 

Tshekedi Khama II., Minister für Umwelt, Wildtiere und Tourismus der Regierung von Botswana, ist Mitglied der Demokratischen Partei von Botswana (BDP). Er ist auch der Bruder des langjährigen Präsidenten von Botswana, Ian Khama, und einer der drei Söhne des ersten Präsidenten von Botswana, Seretse Khama. Ian Khama war dafür bekannt, dass er sich für den Schutz von Elefanten einsetzte, doch Ian Khama trat im April 2018 zurück und überließ Vizepräsident Mokgweetsi Masisi das Amt. Siehe Botswana hebt Verbot der Elefantenjagd auf und beauftragt eine Hollywood PR-Firma mit der Bekämpfung von Negativschlagzeilen

Botswana galt als „sicherer“ Hafen für Elefanten, darum gab es dort viele, die aus den unsicheren Nachbarländern nach Botswana gezogen sind. Jetzt dürfen nicht nur zahlungswillige Throphäenjäger sie erschießen, sondern Hunderte von Elefanten sterben auf mysteriöse Weise.

Botswana elephant graveyard: mystery death toll rises to 400

By  Africa Geographic

It’s no secret that elephants have been dying in northern Botswana during the last few months and that samples taken from carcasses by government officials have yet to shed light on the cause of death.

Rather than add to the speculation already out there about the cause/s of death and why the sample results are not yet available, we contacted various trusted sources to compile this list of known details/observations

THIS IS WHAT WE KNOW:

  • The first reported elephant deaths were in March 2020, with higher volumes reported from May onwards;
  • The death toll has now risen to approximately 400 elephants of both sexes and all ages;
  • Most carcasses are in the NG11 area, near the village of Seronga on the northern fringes of the Okavango Delta. Read this account of the impacts of elephants on people living in the area: Life with Elephants;
  • 30% of deaths occurred in the last two weeks and 70% about one month or more ago;
  • Tusks have not been removed from the dead elephants and carcasses show no sign of having been chopped to extract the ivory;
  • Some elephants died in an upright position, suggesting a sudden death;
  • 70% of the carcasses were seen near waterholes/pans;
  • There have been no reports of similar deaths in Namibia – a short distance north of NG11;
  • Live elephants near water sources were observed to be lethargic and disoriented, and some appeared to have little control over their legs. One was seen wandering in circles;
  • A dead horse was seen in one waterhole/pan;
  • No other species carcasses have been seen in the area, and vultures feasting on the elephant carcasses appear unaffected.

Note: None of the images used in this story contains locational data, and so they cannot be used by those wishing to collect ivory illegally.

Netzfrauen  Ursula Rissmann-Telle und Doro Schreier
deutsche Flagge

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Als ich den Bericht über das seltsame Sterben der Elephanten las, kam mir sofort der Gedanke, dass die Ursache dafür vielleicht elektromagnetische Wellen sein könnten.
    Ein Vergleich mit unseren Bienen hier in Deutschland und anders wo besteht unter Umständen. Nur eine Vermutung, über die man mal nachdenken kann!

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