Massensterben der Wale geht weiter – 470 Wale in Australien gestrandet, 380 bereits verendet – About 470 pilot whales beached on Tasmania’s west coast in state’s largest recorded stranding

zur englischen Version Es sind traurige Bilder – der Strand übersät mit toten Walen. Das fürchterliche Drama spielt sich vor der Westküste Tasmaniens ab, als vor der australischen Insel erst rund 270 Wale an mehreren Stellen strandeten. Mittlerweile sind es bereits 470 Grindwale, denn weitere 200 gestrandete Wale wurden gefunden. Retter sagen, es scheint, dass die meisten der am 23.September 2020 entdeckten 200 Wale, etwa 7 bis 10 Kilometer südlich der ursprünglichen Rettungsstelle in der Nähe von Strahan, bereits gestorben sind. Zuvor waren mindestens ein Drittel der 270 Wale, die am 21.September 2020 gestrandet waren, bereits gestorben. Mittlerweile ist die Zahl der Wale , die verwendet sind auf 380 gestiegen. Meeresbiologen bemühen sich, die verbleibenden Grindwale in einer schwierigen Operation zu retten, die wahrscheinlich Tage dauern wird. Massenstrandungen von Walen sind in der Region weit verbreitet, aber so viele gab es noch nie, so die Wissenschaftler des Tasmanian Maritime Conservation. Die Wale seien in drei Gruppen über Macquarie Heads hinweg gefunden worden – eine abgelegene Spitze der Insel mit eingeschränktem Zugang für  Schiffe. Es ist ein Kampf um Leben und Tod, will man die gestrandeten Wale retten. Zumal diese Wale nicht gerettet werden wollen, denn sie versuchen immer wieder erneut, zu ihren Familien am Strand zu kommen, wo sie dann sterben.

Laut Behörden ist ein Drittel der vor der Westküste Tasmaniens gestrandeten Grindwale gestorben- mittlerweile ist die Zahl auf 380 angestiegen!

Update: Am Montag, den 21.September 2020  wurden im Hafen von Macquarie etwa 270 Wale entdeckt, weitere 200 wurden laut abc.net.au am 23.Septmber2020  gefunden. Es bringt die Gesamtzahl der gestrandeten Strandungen auf etwa 470 – und ist damit Tasmaniens größte aufgezeichnete Strandung. Nic Deka, Regionalmanager für Parks und Wildtiere, sagte, sie seien bei einer Luftaufklärung gefunden worden, um zu überprüfen, wie viele Wale noch lebten.

Wenn ein Grindwal krank oder verletzt ist, lassen ihn die anderen Wale im Gruppenverbund nicht allein. Wenn dieser Wal dem Sog der Wellen zum Opfer fällt, wird er an den Strand gespült und die anderen Wale folgen.

  • Die Wale strandeten am Montag, den 21.September 2020  auf einer Sandbank an der Westküste Tasmaniens. Die Rettungsbemühungen dürften Tage dauern, sagen die Behörden. Die Strandung ist eine der „schwierigsten“ Rettungsaktionen in Tasmanien

Ungefähr 270 Wale gerieten gestern auf einer Sandbank in Macquarie Heads, in der Nähe von Strahan, ungefähr 190 Kilometer von Hobart entfernt, in Schwierigkeiten, so die Nachricht aus Australien. Mittlerweile sind etwa 90 Wale gestorben und es wird damit gerechnet, dass noch mehr Wale sterben werden.

„Wir haben jetzt eine kleine Anzahl erfolgreich befreit, die anscheinend auf See geblieben sind, und erweitern diesen Ansatz jetzt“, sagte Nic Deka, Regionalmanager für Parks und Wildtiere, kurz vor 13:00 Uhr, Ortszeit.

Der Wildbiologe Kris Carlyon vom Marine Conservation Program sagte heute Morgen, die Retter versuchten, mehrere Tiere „wieder flott zu machen“.

„Wir haben Tiere, die über ein großes Gebiet und an wirklich herausfordernden Orten verteilt sind. Wir werden die Tiere mit der besten Chance und denjenigen aufnehmen, mit denen wir umgehen können“, sagte Dr. Carlyon. „Einige Tiere sind möglicherweise einfach zu groß oder an einem ungeeigneten Ort, um sie retten zu können.“  25 Wale wurden in der Nähe von Strahan gerettet.

Bilder zeigten, dass die Meeressäuger dicht gedrängt in flachen Gewässern nach Platz suchen. Der für die Behörden tätige Meeresbiologe Kris Carlyon sagte, die schwierige Bergungsoperation werde mehrere Tage dauern.

Derzeit sind 60 Personen an den Rettungsmaßnahmen in Strahan beteiligt, darunter 40 Mitarbeiter aus den Abteilungen für Parks, Wasser und Umwelt (DPIPWE), Mitarbeiter aus anderen Abteilungen und der Polizei von Tasmanien.

Das tasmanische Ministerium für Primärindustrie, Parks, Wasser und Umwelt schätzt, dass 270 Pilotwale in Strahan gestrandet sind, 200 auf einer Sandbank an der Bootsrampe von Macquarie Heads, weitere 30 mehrere hundert Meter entfernt auf einer anderen Sandbank und weitere 30 am Ocean Beach.

Die Marine-Experten sagen, dass dies die erste Strandung von Walen in der Gegend seit etwa zehn Jahren ist. Meeresbiologin Dr. Vanessa Pirotta sagte heute, dass einige Tiere wahrscheinlich sterben würden, da sie zu lange nicht im Wasser waren.

„Leider werden einige Tiere weiterhin sterben, wahrscheinlich nur, weil sie schon lange auf dem Wasser oder auf der Sandbank gestrandet sind“, sagte Dr. Pirotta.

Die Tiere sind nur mit dem Boot erreichbar, was die Anzahl der Retter begrenzt, die sie erreichen können. „In Bezug auf Massenwal-Strandungen in Tasmanien ist dies die schwierigste“, sagte Carlyon gegenüber Reportern in der nahe gelegenen Stadt Strahan.

Der größte Teil einer 30-köpfigen Gruppe an einem nahe gelegenen Strand wurde gestern tot aufgefunden, und es wird angenommen, dass seitdem auch etwa 60 andere Wale auf den Sandbänken gestorben sind.

Sobald die Wale wieder im Wasser sind, wird die größte Herausforderung darin bestehen, die sozialen Kreaturen aus dem von Sandbänken übersäten Hafen zurück ins offene Meer zu treiben. Laut den Wissenschaftlern sei es unklar, was die letzte Strandung verursacht habe, aber man vermutet, dass die Wale nach der Nahrungsaufnahme in Küstennähe oder durch Verfolgen von ein oder zwei verirrten Walen vom Weg abgekommen sein könnten.

Nicht nur die rapide ansteigende Verschmutzung der Weltmeere, die zunehmende Schifffahrt, die Lärmemission (Tiefseesonare, Bohrungen oder die Suche nach Gas- und Ölvorkommen mittels Druckluftkanonen, die Schallwellen auslösen, welche die empfindlichen Sinnesorgane der Tiere irritieren und ihnen die Orientierung nehmen) rotten diese Meeressäugetiere aus. Auch die brutalen Fangmethoden treiben Wale und Delfine qualvoll in den Tod. 

Den Meeresbewohnern wird viel zugemutet, denn sowohl die Flüsse als auch die Weltmeere haben Einiges auszuhalten. Überfischung, Berge von Müll und immer größere Schiffe verschmutzen unsere Meere und lassen den Fischbestand stark schrumpfen. Die Ozeane werden als bedeutend für Ernährungssicherheit, Gesundheit und das Überleben alles Lebens, für das Klima und als ein kritischer Teil der Biosphäre gesehen.

Wir, die Netzfrauen, schrieben bereits viele Beiträge zu diesem Thema, nicht nur über Plastikmüll oder Überfischung, sondern auch über die Ausbeutung von Öl, Gas und anderen Rohstoffen, die Konsequenzen für die Meeresbewohner haben. Doch nicht nur sie, auch wir Menschen sind über die Nahrungskette davon betroffen.

About 470 pilot whales beached on Tasmania’s west coast in state’s largest recorded stranding

By ABC-Australia updated

About 270 whales were discovered in Macquarie Harbour on Monday, with a further 200 found this morning.

Rescuers say it appears most of the whales discovered this morning, about 7 to 10 kilometres south of the original rescue site near Strahan, have already died.

Parks and Wildlife regional manager Nic Deka said they were found during an aerial reconnaissance to check how many whales were still alive.

„Certainly from the air they didn’t look to be in a condition that would warrant rescue, most of them appeared to be dead, but we’ll wait on advice from the ground crew before we make a final call on what we do,“ he said.

„If they can be saved we probably will send crews over there to do that.“

Mr Deka said there were several reasons why the new pod was not spotted earlier, including the distance from the other site.

„Another is that in that part of the harbour, the water is a very dark tannin colour, so we think potentially they stranded, washed back into the water and then have been washed back into the bay,“ he said.

„But I think in terms of how finding that earlier may have changed what we did, I don’t think it would have, I think our focus would still have been on that pod close to the boat ramp, closer to the heads, that we had the most chance of getting off the bar and saving.“

So far rescue teams have managed to free about 25 of the original group of whales, but a small number have since re-beached themselves.

Mr Deka said more of the whales had died overnight.

„That’s inevitable. But there are still a significant number that are alive, so we’ll continue to work with those.“

Numerous whales stranded seen from above
How all the whale carcasses will be dealt with is still being considered.(ABC News: Cameron Atkins)

Wildlife biologist Kris Carlyon said euthanasia was an option as more time passed.

„We’re not at a stage where we’re considering euthanasia at this stage,“ he said.

„The animals that are still alive, we think we do have a chance with those given that they’re wet, they’re cool at this stage and we’re pushing ahead with rescue.“

Mr Deka said there was a finite period to save the surviving animals which would end within days.

„I would expect that we would shift through a transition from rescue into the retrieval and disposal effort … we’re just considering options at the present time,“ he said.

‚It’s going to be a huge operation‘

James Tucker from the Marine Science Centre at Southern Cross University in New South Wales has spent a lot of time on the scenes of whale carcass disposals.

„It’s going to be a huge operation with that many animals,“ he said.

A man knee deep in sand with hands on a whale carcass
James Tucker researches options for whale carcass disposal.(Supplied.)

Mr Tucker said there were four main options for dealing with whale carcasses: dragging them out to sea, burying them, leaving them to decompose, or disposing of them at a waste management facility.

He said burying so many carcasses would be a big job, as just one whale requires a large burial pit.

„Although pilot whales are small there are just so many,“ he added.

Each pilot whale weighs approximately three tonnes.

„If it is a location where leaving a lot of the carcasses in situ is viable, that may be considered … the most natural option is to the leave the carcasses where they are to decompose,“ Mr Tucker said.

However, leaving the whales where they are would attract white sharks.

White sharks ‚hang around‘

Mr Tucker said white shark behaviour changes around whale carcasses.

„We know that large sharks including white sharks do frequently scavenge on whale carcasses, it’s a big source of food for those species,“ he said

„Some of our latest research has shown that when there’s a stranded whale carcass on the beach … they tend to hang around the area a bit more so that could potentially increase the risk of their being an interaction between a human being in the water and a shark,“ he added.

Research a silver lining in the tragedy

The tragic loss of so many whales will provide a rare experience for scientists.

„These events are actually a really important part of marine mammal research because it’s so rare that we have interactions with these creatures … we never really get a chance to study them so they are a massive resource to researchers around the world,“ Mr Tucker said.

It is expected samples from the carcasses will be taken for researchers working on a range of different study projects.

According to the Federal Department of Agriculture, Water and Environment, there are no population estimates available for long-finned pilot whales, but they are considered to occur in relatively high abundance.

Netzfrau Doro Schreier
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