USA verbietet die Einfuhr von Palmöl vom malaysischen Lieferanten von Nestle, L’Oréal und Unilever, wegen Zwangsarbeit – U.S. Blocks Palm Oil From Company That Supplies Major Brands After Investigation Alleges Forced Labor

zur englischen Version Schon lange kritisieren Umweltschützer den Palmöl-Giganten FGV, vorher Felda Global Ventures, aus Malaysia, der auch ein Joint-Venture-Partner des amerikanischen Konsumgütergiganten Procter & Gamble ist, wegen Abholzung des Regenwaldes. Die Produkte des RSPO-Mitgliedes wurden, nachdem Indikatoren für Zwangsarbeit gefunden wurden, einschließlich Bedenken hinsichtlich Kinderarbeitern, sowie andere Missbräuche wie körperliche und sexuelle Gewalt vom US-Zoll und Grenzschutz verboten. Dieses Palmöl und seine Derivate gelangen in die Lieferketten großer multinationaler Unternehmen. Dazu gehören Nestlé, L’Oréal und Unilever, wie aus den zuletzt veröffentlichten Lieferanten- und Palmölmühlenlisten der Unternehmen hervorgeht. Mehrere große westliche Banken und Finanzinstitute investieren nicht nur direkt oder indirekt Geld in die Palmölindustrie, sondern halten auch Anteile. So half 2012 die Deutsche Bank den Palmöl-Giganten an die Börse und förderte so indirekt die weitläufige Rodung kostbarer Waldflächen. „In all den Jahren haben sich diese Unternehmen geweigert, für die Sanierung der Regenwälder zu zahlen oder die Verbindungen zur FGV öffentlich zu kappen. Jetzt hat die US-Regierung für sie gehandelt“, sagte Robin Averbeck vom Rainforest Action Network in San Francisco, das zu einer Gruppe von gemeinnützigen Organisationen gehört, die im vergangenen Jahr eine von zwei Petitionen gegen FGV eingereicht haben.

Zwangsarbeit und Menschenrechtsverletzungen, darunter „körperlicher und sexueller Missbrauch, Schuldknechtschaft und missbräuchliche Bedingungen“

Undurchsichtige Lieferantennetzwerke, gerodete Regenwälder und damit verbunden verlorene Lebensräume bedrohter Tierarten, darüber haben wir Netzfrauen mehrfach berichtet. 85 Prozent des weltweit produzierten Palmöls stammen aus Indonesien und Malaysia. Wie schon Monsanto, der brutal gegen Kritiker vorgeht und sogar Listen von Kritikern führt, lässt sich auch die Palmölmafia von PR-Unternehmen unterstützen, damit die Kritiker verstummen. Mittlerweile übernehmen spezielle PR-Unternehmen die Arbeit, die früher bezahlte Söldner übernommen haben, obwohl die auch bereits solche Unternehmen haben und sogar die sozialen Netzwerke überwachen und Kritiker ausspähen. Wer über die Machenschaften der Palmöl-Mafia negativ schreibt, wandert ins Gefängnis oder wird ermordet. Siehe Unglaublich! Das schmierige Geschäft mit Palmöl – Die Palmölmafia richtet Fonds zur Bekämpfung von Kritikern ein!- Palm oil producers to set up fund to fight critics

Großbritannien hat bereits reagiert und legt Gesetze zur Eindämmung der illegalen Entwaldung und zum Schutz der Regenwälder fest. In nur einem Jahrzehnt zerstörten Konzerne wie General Mills, IKEA, Johnson & Johnson, Kellogg, L’Oréal, Mars, Nestlé, PepsiCo, Procter & Gamble und Unilever laut einer Analyse 50 Millionen Hektar Wald. Das entspricht der Größe von Spanien. In Großbritannien sollen jetzt große Unternehmen mit erheblichen Bußgeldern belegt werden, wenn sie nicht nachweisen können, dass ihre Lieferketten nicht mit illegaler Entwaldung verbunden sind. Die britische Gesetzesvorlage zielt darauf ab, den Verkauf von Waren wie Palmöl, die mit der Entwaldung verbunden sind, zu reduzieren. Bedeutet, dass die Unternehmen sorgfältig prüfen müssen, woher ihre Rohstoffe kommen. Außerdem müssen sie die Informationen veröffentlichen, woher die sie ihre Rohstoffe wie Palmöl beziehen, ansonsten gibt es eine Geldstrafe. Palmöl zerstört die Natur und den Lebensraum der Tiere, und um nicht den gleichen Fehler wie Indonesien und Malaysia zu machen, hat der neue Präsident von Sri Lanka sogar den Anbau von Palmöl verboten.

Siehe Neues britisches Gesetz zur Eindämmung der Entwaldung in Lieferketten – Mit Palmöl hergestellt? Dann gibt es eine Geldstrafe! – MADE WITH PALM OIL? THERE’S A FINE FOR THAT SAYS NEW UK BILL

Palmöl mit Zwangsarbeit in Malaysia produziert – Die USA verbieten Importe des malaysischen Palmölunternehmens FGV

.rspo.org/

Palmöl und seine Derivate von FGV sowie die eng verbundene malaysische staatliche Felda gelangen in die Lieferketten großer multinationaler Unternehmen. Dazu gehören Nestlé, L’Oréal und Unilever, so die Times.

Diese Konzerne, die immer wieder wegen Palmöl in der Kritik stehen, sind Mitglieder vom Roundtable on Sustainable Palm Oil, der im Jahr 2004 auf Initiative des WWF gegründet wurde.

Mehrere große westliche Banken und Finanzinstitute investieren nicht nur direkt oder indirekt Geld in die Palmölindustrie, sondern halten auch Anteile an FGV.

Obwohl asiatische Banken bei weitem die größten  Finanziers der Plantagen sind, haben westliche Kreditgeber und Investmentunternehmen in den letzten Jahren Milliarden von Dollar in die Branche gesteckt, um immer größer werdende Landstriche zu zerstören und neu zu bepflanzen. Einige halten Anteile an FGV selbst – darunter die Vanguard Group, BlackRock, Charles Schwab, die State Street Global Advisors, HSBC und sogar das California Public Employees Retirement System -, so das Finanzdatenanalyseunternehmen Eikon.

Felda, Malaysias größter Palmölproduzent und drittgrößter der Welt, ist mit einem US-Verbot für alle seine Palmölprodukte belegt worden.
Mit Wirkung zum 30. September 2020 werden die US-Zoll- und Grenzschutzhäfen (CBP) in allen US-Amerikanischen Einreisehäfen Palmöl und Palmölprodukte des malaysischen Palmölriesen FGV Holdings Berhad und seiner Tochtergesellschaften und Joint Ventures in Gewahrsam nehmen.

„CbP es Office of Trade hat die Ausstellung einer Withhold Release Order (WRO) gegen Palmöl und Palmölprodukte von FGV auf der Grundlage von Informationen, die auf den Einsatz von Zwangsarbeit hinweisen, gerichtet. Die Anordnung ist das Ergebnis einer einjährigen Untersuchung, die Indikatoren für Zwangsarbeit wie Missbrauch von Verletzlichkeit, Täuschung, Einschränkung der Bewegungsfreiheit, Isolation, physische und sexuelle Gewalt, Einschüchterung und Drohungen, Aufbewahrung von Identitätsdokumenten, Einbehaltung von Löhnen, Schuldknechtschaft, missbräuchliche Arbeits- und Lebensbedingungen und übermäßige Überstunden enthüllte. Die Untersuchung warf auch Bedenken auf, dass Zwangsarbeit bei Kindern möglicherweise in der Palmölproduktion von FGV eingesetzt wird.

Palmöl ist eine häufige Zutat in Produkten, die US-Verbraucher jeden Tag in Lebensmittel- und Convenience-Stores begegnen. Nach Berichten des US-Landwirtschaftsministeriums findet sich Palmöl zunehmend in verarbeiteten Lebensmitteln, Kosmetika, Pharmazeutika, Seife und Biodiesel.

„Der Einsatz von Zwangsarbeit bei der Herstellung eines derart allgegenwärtigen Produkts ermöglicht es Unternehmen, vom Missbrauch schutzbedürftiger Arbeitnehmer zu profitieren“, sagte Brenda Smith, stellvertretende Kommissarin des CBP-Handelsbüros. „Diese Unternehmen schaffen unlauteren Wettbewerb für rechtmäßig beschaffte Waren und setzen die Öffentlichkeit Produkten aus, die ethischen Standards nicht entsprechen.“

Das Bundesgesetz 19 U.S.C. 1307 verbietet die Einfuhr von Waren, die ganz oder teilweise durch Zwangsarbeit abgebaut oder hergestellt werden. Diese WRO erfordert das Vorgehen gegen Palmöl, das von FGV produziert wird, sowie alle Palmölprodukte oder Derivate, die auf Palmöl zurückverfolgt werden können, das von FGV in allen US-Einreisehäfen hergestellt wird.

„CBP wird die Amerikaner weiterhin daran erinnern, dass wir unsere Wirtschaftskraft nutzen können, um Unternehmen zu sagen, dass wir Zwangsarbeit in den US-Lieferketten nicht tolerieren werden“, sagte Smith. „Wir fordern alle Verbraucher auf, fair gehandelte Produkte und Unternehmen zu berücksichtigen und direkt bei seriösen Händlern einzukaufen.“

Der CBP Smith sagte, der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble, der ein Joint Venture mit FGV unterhält, sollte das Verbot „ernst“ nehmen.

Procter & Gamble reagierte nicht sofort auf die Nachrichtenagentur Reuters für Anfragen zur Stellungnahme.

Das CBP-Verbot kommt, nachdem mehrere Organisationen im vergangenen Jahr die US-Behörden aufgefordert hatten, die FGV wegen Bedenken über Zwangsarbeit und Menschenhandel auf ihren Plantagen zu untersuchen.

Dazu auch: Wie Banker ganze Staaten plündern – Malaysia erhebt Strafanzeige gegen Goldman Sachs

U.S. Blocks Palm Oil From Company That Supplies Major Brands After Investigation Alleges Forced Labor

By time.com

The United States will block shipments of palm oil from a major Malaysian producer that feeds into the supply chains of iconic U.S. food and cosmetic brands. It found indicators of forced labor, including concerns about child workers, along with other abuses such as physical and sexual violence.

The order against FGV Holdings Berhad, one of Malaysia’s largest palm oil companies and a joint-venture partner with American consumer goods giant Procter & Gamble, went into effect Wednesday, said Brenda Smith, executive assistant commissioner at the U.S. Customs and Border Protection’s Office of Trade.

The action, announced a week after The Associated Press exposed major labor abuses in Malaysia’s palm oil industry, was triggered by a petition filed last year by nonprofit organizations.

“We would urge the U.S. importing community again to do their due diligence,” Smith said, adding companies should look at their palm oil supply chains. “We would also encourage U.S. consumers to ask questions about where their products come from.”

Malaysia is the world’s second largest producer of palm oil. Together with Indonesia, the two countries dominate the global market, producing 85 percent of the $65 billion supply.

Palm oil and its derivatives from FGV, and closely connected Malaysian state-owned Felda, make their way into the supply chains of major multinationals. They include Nestle, L’Oreal, and Unilever, according to the companies’ most recently published supplier and palm oil mill lists. Several huge Western banks and financial institutions not only pour money directly or indirectly into the palm oil industry, but they hold shares in FGV.

Smith said the agency carried out its own year-long probe and combed through reports from nonprofits and the media, including the AP’s investigation.

AP reporters interviewed more than 130 former and current workers from eight countries at two dozen palm oil companies — including Felda, which owns about a third of the shares in FGV. They found everything from unpaid wages to outright slavery and allegations of rape, sometimes involving minors. They also found stateless Rohingya Muslims, one of the world’s most persecuted minorities, had been trafficked onto Malaysian plantations and forced to work.

Many of the problems detailed by Smith mirrored those found by The AP. She said the Customs agency found indicators of restriction of movement on plantations, isolation, physical and sexual violence, intimidation and threats, retention of identity documents, withholding of wages, debt bondage, abusive working and living conditions, excessive overtime, and concerns about potential forced child labor.

After the U.S. ban, Malaysian palm oil producer FGV Holdings Berhad vowed to “clear its name.” FGV said all the issues raised “have been the subject of public discourse since 2015 and FGV has taken several steps to correct the situation.”

“FGV is disappointed that such decision has been made when FGV has been taking concrete steps over the past several years in demonstrating its commitment to respect human rights and to uphold labor standards,” it said in a statement.

FGV said it wasn’t involved in any recruitment or employment of refugees and doesn’t hire contract workers. Migrant workers are recruited through legal channels, and it said it ensured they are not charged fees.

As of August, FGV’s 11,286 Indonesian workers and 4,683 Indian workers formed the majority of its plantation workforce.

FGV said it is introducing the use of electronic wallet cashless payroll system for its workers. It doesn’t retain workers’ passports and has safety boxes throughout all its 68 housing complexes for them to keep their passports.

It said it had invested 350 million ringgit ($84 million) over the past three years to upgrade housing facilities, and provides medical benefits. It said it has a code of conduct that its suppliers and vendors are required to comply with, adding that any allegation of physical or sexual violence as well as intimidation or threats will be acted upon.

FGV said it has submitted evidence of compliance of labor standards to the U.S. CBP office since last year.

Felda and the Malaysian government did not respond to questions from AP about the findings of its investigation.

FGV Holdings has been under fire for labor abuses in the past and was sanctioned by the global Roundtable on Sustainable Palm Oil certification group two years ago. The association promotes ethical production — including the treatment of workers — with members that include growers, buyers, traders, and environmental watchdogs.

Though Asian banks are by far the most robust financiers of the plantations, Western lenders and investment companies have poured billions of dollars into the industry in recent years, allowing for the razing and replanting of ever-expanding tracts of land. Some hold shares in FGV itself — including Vanguard Group, BlackRock, Charles Schwab, State Street Global Advisors, HSBC, and even the California Public Employees’ Retirement System — according to the financial data analysis firm, Eikon.

The AP did not receive comment from any of those financial institutions on Wednesday, but when asked more broadly about their ties to the palm oil industry last week, most responded by noting their policies vowing to support sustainability practices, with many also incorporating human rights into their guidelines.

Multinational food and cosmetic companies responded in a similar way last week, saying they do not tolerate labor and human rights abuses and will immediately investigate complaints they receive and take action, including suspension of a supplier, if necessary.

This is the first time Customs has issued an order related to palm oil, though shipments from other sectors have been detained after similar investigations into forced labor were conducted. They include seafood, cotton and human hair pieces believed to have been made by persecuted Uighur Muslims inside Chinese labor camps.

Under Wednesday’s order, palm oil products or derivatives traceable to FGV will be detained at U.S. ports. If the company is unable to prove that the goods were not produced with forced labor, it can be exported.

“For all these years these companies have refused to pay for remediation or publicly cut ties with FGV, so now the U.S. government has acted for them,” said Robin Averbeck of the San Francisco-based Rainforest Action Network, which was among a group of nonprofits that filed one of two petitions against FGV last year. “Procter & Gamble and other brands must stop paying lip service to human rights and address forced labor and other labor abuses once and for all.”

Netzfrau Lisa Natterer
deutsche Flagge

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