Eskalation in Ukraine? – Ukraine fears a Putin strike

In dieser Stunde sind mehr russische Streitkräfte in der Nähe der ukrainischen Grenzen versammelt als jemals zuvor. Wird 2021 das Jahr sein, in dem Wladimir Putin Waffengewalt einsetzt, um dem Westen zu zeigen, dass er keine Angst vor amerikanischem Druck hat? Das ist eine Frage, die sich Analysten in der Ukraine stellen, nachdem die Spannungen zwischen Moskau und Washington durch den Vorwurf, Russland habe versucht, die US-Präsidentschaftswahl zu manipulieren, angeheizt wurden. Seit 2014 kämpfen in der Ostukraine von Russland unterstützte Aufständische gegen Regierungstruppen. 13.000 Menschen wurden bereits getötet und von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbemerkt sind laut Caritas mehr als 3,4 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hinzu kommt der Wassermangel, denn die Stauseen auf der Krim sind leer, in vielen Orten gibt es nur noch stundenweise Trinkwasser. Laut Medien soll Russland Truppen in Richtung Ukraine schicken. Was ist los in der Ukraine? Für einen massiven Militäreinsatz sprechen viele Motive. Weiterlesen →

146 Milliarden Euro für Müll? Wie Banken und die Kunststoffindustrie eine globale Umweltkatastrophe forcieren-EUR 146 billion for trash? How banks and the plastics industry are forcing a global environmental catastrophe

Dass Banken und Investoren an der Zerstörung des Regenwaldes beteiligt sind, sollte bekannt sein. Wie eine Recherche zeigte, sind etwa 300 Banken und Investoren an der Zerstörung des Regenwaldes beteiligt. Darunter auch die Skandalbank Deutsche Bank, Barclays, HSBC und Santander und ebenfalls zu den wichtigsten Finanziers gehören die Investmentbanken Goldman Sachs, JPMorgan, Bank of America und Morgan Stanley. BlackRock ist sogar der weltweit größte Investor in Entwaldung. Doch Europäische Top-Banken, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank, tragen auch durch ihre milliardenschweren Investitionen und Finanzierungen der Kunststoffindustrie massiv zur globalen Plastikverschmutzung bei. Keine der in einer Recherche untersuchten Banken hat bisher eine umfassende Plastikpolitik, weder für die Produktionskette noch für den Konsumgüterbereich. Der Bericht analysiert das kunststoffbezogene Investitions- und Finanzierungsverhalten von acht europäischen Großbanken, die Finanzbeziehungen im Wert von mehr als 146 Milliarden Euro zu kunststoffherstellenden oder -verarbeitenden Unternehmen unterhalten. Insgesamt haben diese Banken seit 2017 Kapital in Höhe von rund 95 Mrd. EUR für die im Bericht untersuchten Unternehmen aufgenommen, um deren kunststofflastige Geschäftsmodelle zu finanzieren. Die Banken mit den größten Kapitalinvestitionen waren HSBC, Deutsche Bank, BNP Paribas und die spanische Santander. Darüber hinaus tätigten Banken Investitionen in Höhe von fast 52 Mrd. EUR. Die Besorgnis der Öffentlichkeit über Plastik hat in den letzten Jahren zugenommen, als Wissenschaftler Kontaminationen in einst unberührten Umgebungen von den Tiefen des Ozeans bis zur Arktis entdeckt haben. Es wäre naiv zu glauben, dass es überall Plastik gibt, aber nur nicht in uns! Die Verschmutzung durch Plastik wirkt sich nicht nur auf das Leben im Meer aus. Es wird sehr offensichtlich, dass Banken die Zerstörung unserer Umwelt auf so viele Arten erleichtern, nicht nur bei der Abholzung der Regenwälder, sondern auch bei dem Thema Plastikmüll. Weiterlesen →

Feuer in Mega-Zuchtanlage Alt Tellin- Zehntausende Tiere getötet

 Kaum noch ein Tag vergeht ohne irgendeinen Skandal aus der Agrarindustrie. Wie viele Schweine in einer Mastanlage untergebracht sind, erfährt man, wenn zum Beispiel ein Feuer ausbricht. Die Mast- und Zuchtanlagen in Mecklenburg-Vorpommern gehören zu den größten Deutschlands. Bei dem Brand in einer Schweinezuchtanlage in Alt Tellin bei Jarmen im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind mehrere Zehntausend Tiere verendet, alle 18 Ställe wurden zerstört. Rund 9.000 Sauen und rund 50.000 Ferkel waren auf dieser Mega-Zuchtanlage untergebracht. Der Betrieb  war bereits 2019 wegen einer defekten Lüftungsanlage in die Schlagzeilen geraten. Damals verendeten mehr als 1.000 Schweine. Die betroffene Sauen- und Ferkelzuchtanlage war über Jahre sehr umstritten und gehört zu einem der größten Schweinezuchtbetriebe in Deutschland und ist erst 2020 von einer Schweizer AG übernommen worden. Erst 2019 brannte in Sachsen-Anhalt eine Mega-Zuchtanlage mit 60.000 Schweinen. In der gleichen Region starben  bei einem Tiertransport 109 von 180 Ferkeln, weil der Transporter überladen war. War Ihnen bekannt, dass man aus verschiedenen Ländern die kleinen Ferkel nach Deutschland karrt? Mehr als 16 Mio. Schweine werden aus dem Ausland jährlich nach Deutschland eingeführt. Etwa 60  Millionen Schweine werden in Deutschland geschlachtet, denn Deutschland gehört zu den größten Fleischexporteuren weltweit. Viele Schweine schaffen es nicht bis zur Schlachtbank, sie verrecken schon vorher. Man stelle sich das vor, zwischen 40.000 und 74.000 Tiere auf einer Schweinemastanlage. In einer solchen Mastanlage mit 10.000 Sauen und 35.000 Ferkel. brach ein Feuer aus. Die Anlagen gehörten einst dem umstrittenen Schweinebaron Straathof., bevor man ihm ein deutschlandweites Tierhaltungsverbot ausgesprochen hatte. Auch die  Anlage in Alt Tellin war weiter umstritten Konkret geht es darum, ob die Anlage, die mit 10.000 Sauenplätzen eine der größten Europas ist, überhaupt behördlich hätte genehmigt werden dürfen. Jetzt ist die Anlage in Feuer aufgegangen und mit dem Brand starben Zehntausende Tiere. Weiterlesen →

Die schwimmenden Gärten von Bangladesch – The remarkable floating gardens of Bangladesh

In einigen Teilen Bangladeschs haben Landwirte schwimmende Gärten entwickelt, in denen Pflanzen auf schwimmenden organischen Beeten aus Wasserhyazinthen, Algen und anderen Pflanzenresten auf dem Wasser wachsen können. Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt und die mehr als 230 Flüsse in Bangladesch sind die instabilsten Flüsse der Welt, Jedes Jahr wird Bangladesch von dem regenbringenden Monsun heimgesucht. Viele Menschen sterben bei Überschwemmungen und Erdrutschen. Das Jahr in dieser Region wird nicht nach den vier Jahreszeiten, sondern nach dem Sommermonsun von Juni bis September und dem Wintermonsun von Dezember bis Februar eingeteilt. In den letzten Jahren haben sich die Überschwemmungen intensiviert und dauerten länger als die traditionellen zwei Monate. Für arme Familien, die im ländlichen Bangladesch leben, ist das Land ein knappes Gut und die Menschen müssen jeden zur Verfügung stehenden Platz nutzen. Von den Überschwemmungen sind Millionen Menschen betroffen und mehr als 100.000 Frauen, Männer und Kinder sind gezwungen, umzuziehen, da Dörfer und Lebensunterhalt buchstäblich weggespült werden. Die Lösung: „Die schwimmenden ökologischen Gärten“.  Weiterlesen →

Für den größten Containerhafen der Welt in Singapur verschwinden in Indonesien ganze Inseln und in Myanmar verlieren die Bauern ihr Land!

Singapur ist ein kleiner Stadtstaat in Südostasien. Singapur wird auch das „Tor nach Asien“ genannt und aus diesem Grund lassen sich viele Konzerne und Banken  dort nieder. Auch ist Singapur eine Steueroase und viele Waren, die aus anderen Ländern Asiens kommen, werden über Singapur gehandelt. Knapp ein Drittel des Handels mit Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) entfällt auf Singapur. In Singapur sind ca. 1.700 deutsche Unternehmen ansässig. Die Branchen in denen diese Unternehmen tätig sind reichen von Chemie bis hin zu Schokolade. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der kleine Staatstaat mit etwa 4,5 Millionen Einwohnern, nur gerade mal 649km² groß ist. Doch Singapur hat  ehrgeizige Expansionspläne, wie den größten Containerterminal der Welt. Und weil Singapur kein Sand hat, baggert Singapur unter den Mangrovenwäldern Kambodschas Sand aus. Die Auslöschung eines Ökosystems droht, die Heimat vieler Tiere und Pflanzen, die auf der Roten Liste für bedrohte Arten stehen. Und auch Indonesien ist betroffen. Es mussten sogar Inseln in Indonesien wegen Sandraub von der Karte gestrichen werden. Protest aus Indonesien gibt es auch wegen Unternehmen aus den Niederlanden. Das holländische Unternehmen ist auch bekannt durch den Bau von Palm Islands, in Dubai. Singapur setzt auf Meersand, um seine ehrgeizigen Expansionspläne wie den Mega-Hafen von Tuas zu verwirklichen, der als größtes Containerterminal der Welt geplant ist. Der Mega-Hafen von Tuas soll bis 2040 fertiggestellt sein, dafür importiert Singapur ungeachtet aller Verbote weiterhin Sand aus den Nachbarländern, mit schlimmen Folgen für Mensch und Natur. Der wohlhabende Inselstadtstaat ist auch Myanmars größter ausländischer Investor und überholte China im Jahr 2019, auch hier geht es nicht nur um  lukrative Immobilienprojekte, Bankgeschäfte, Schifffahrt oder Waffenkäufe, sondern auch  um den Rohstoff Sand. Weiterlesen →

Suez-Kanal feststeckender „Ever Given“- In Suez leiden Tausende Tiere in Schiffsrümpfen- Stuck in Suez: Thousands of Animals Packed Tight in Ship Hulls

Das Containerschiff „Ever Given“ blockiert weiter die Schifffahrtsroute zwischen Asien und Europa – mit gravierenden Auswirkungen. Die Sorge um das Wohlergehen von Tausenden von Tieren, die an der heißen Wasserstraße festsitzen, wächst. Von all den Millionen Tonnen Fracht, die sich im Suezkanal angesammelt haben ist keine empfindlicher als die Tiere, die in den Rümpfen mehrerer Schiffe zusammengepfercht sind. Es sind nur wenige Informationen verfügbar, da weder Kanalbeamte noch Führungskräfte der Schifffahrt zu Gesprächen bereit sind. Die von Bloomberg zusammengestellten Daten zeigen jedoch, dass bis zu 10 Schiffe lebende Tiere als Fracht haben, sie stehen im und um den Kanal im Stau. Angesichts der Route von Europa nach Saudi-Arabien tragen sie höchstwahrscheinlich Schafe. Sieben der Schiffe in Richtung Jordanien haben 92.000 Tiere an Bord.
Das 400 Meter lange und über 220.000 Tonnen schwere Containerschiff „Ever Given“ war in einem Sandsturm vom Kurs abgekommen und in Ufernähe des Suez-Kanals auf Grund gelaufen. Sie blockiert seitdem den Wasserweg zwischen Rotem Meer und Mittelmeer, sämtliche Schiffe darin können nicht weiterfahren. Seit Tagen laufen die Bemühungen vor Ort auf Hochtouren, das Schiff wieder freizubekommen. Befürchtet wird, dass sich die Bergungsarbeiten über Wochen hinziehen könnten. Während ein Großteil der auf dem Weg befindlichen Fracht, Waren wie Öl sind, die über einen längeren Zeitraum auf Schiffen gelagert werden können, benötigen die Tiere Nahrung und Wasser. Es waren schreckliche Bilder, als Tausende Schafe in Rumänien ertranken. Die Tiere waren für den Transport nach Saudi-Arabien bestimmt. Man nennt sie das schwimmende Todeslager. Kennen Sie Cattle Ships? Das sind die Schiffe, die Tiere transportieren. Die Ladekapazität: 20.000 Rinder oder alternativ 60.000 Schafe und Ziegen und genau solche Cattle Ships sollen im Stau stecken, sterben diese Tiere, wirft man sie einfach über Bord. Weiterlesen →

Millionen toter Quallen werden auf der ganzen Welt angespült. Der „Blob“ könnte daran schuld sein- Millions of dead jellyfish are washing up around the world. ‚The blob‘ could be to blame.

Kippt das Ökosystem? Die Tatsache, dass Meeresbewohner oder Seevögel ausgehungert angespült werden, sagt uns im Grunde, dass etwas aus dem Ruder läuft. Ohne unsere Ozeane würde es kein Leben auf dieser Erde geben. Die Zerstörung der Meere hat eine gigantische Dimension angenommen. Unsere Meere sind zu einer echten Müllkippe geworden und leiden auch durch Überfischung. Täglich wird von Meerestieren berichtet, die ausgemergelt und unterernährt an den Strand gespült werden. Für viele von ihnen kommt jede Hilfe zu spät. Dass es zu einem Massensterben kommt, liegt daran, dass die Meerestiere  verhungern, Doch nicht nur die Überfischung ist ein Problem, die Ozeane heizen sich deutlich schneller auf als die Luft. Und es betrifft nicht nur Seevögel, Wale, Delfine oder Robben, sondern es wurden auch Millionen toter Quallen auf der ganzen Welt angespült. Der „Blob“ könnte daran schuld sein, so die Wissenschaftler. Die stabile Warmwasser“blase“- Spitzname „The blob“ –  erhöht die Temperaturen des Meeres, wie 2014 im Golf von Alaska, die bis 2016 andauerte. Ihre anhaltende Präsenz stimmte mit den ersten Jahren des Massensterbens der Meerestiere überein. Doch auch danach hörte das Massensterben, nicht auf .In Alaska kommt es seit nunmehr sechs Jahren in Folge zu einem regelrechten Massensterben von Meerestieren und Seevögeln. Alle zeigten Zeichen von starken Abmagerungen. Dies ist ein Zeichen für die globale Erwärmung. Wärmeres Wasser enthält weniger gelösten Sauerstoff, und das Plankton und die winzigen Krebstiere, die dort wachsen, sind weniger nahrhaft als die in kälterem Wasser. Dies bedeutet, dass wandernde Arten wie z. B. Seevögel möglicherweise an Orten ankommen, an denen sie normalerweise Futter suchen und feststellen, dass ihr Futter fehlt, denn der „Kühlschrank“ ist leer. Und es betrifft nicht nur Alaska, sondern in Afrika wurden tausende Robbenföten an Land gespült. Weltweit hat die Erwärmung  erhebliche Auswirkungen auf das Meeresleben, wie auch die neue Studie zeigt. Weiterlesen →

Wir rotten uns selber aus- Umweltverschmutzung lässt die menschliche Penisse schrumpfen – Human penises are shrinking because of pollution, warns scientist

Das Ende der Menschheit? Es könnte früher kommen als wir denken, dank hormonstörender Chemikalien, die die Fruchtbarkeit weltweit mit alarmierender Geschwindigkeit dezimieren. Der massenhafte Kontakt mit Kunststoffen ist ein Risiko, das lange unterschätzt wurde. Für den Fall, dass Sie einen weiteren Grund brauchen, um sich um die Klimakrise zu kümmern, wurde festgestellt, dass die Umweltverschmutzung die menschlichen Penisse schrumpfen lässt. In vorherigen Studien wurde  bereits gewarnt, dass die Spermienmenge von Männern in der westlichen Welt drastisch gesunken ist. Forscher, die die Ergebnisse von fast 200 Studien auswerteten, kommen zu dem Ergebnis, dass Spermien bei Männern aus Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland sich in weniger als 40 Jahren halbiert haben. Werden Schadstoffbelastungen im Menschen untersucht, stoßen Wissenschaftler vor allem auf zwei Chemikalien: Phthalate und Bisphenol A. Dabei ist es besonders für Kinder riskant, wenn sie die Plastik-Chemie in größerer Menge aufnehmen, denn viele Weichmacher und auch Bisphenol A wirken ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen. Bereits vor Jahren wurde festgestellt, dass sogenannte Weichmacher wie Phthalate Leber und Spermien schädigen. Impotenz als Folge wurde bereits wissenschaftlich nachgewiesen, aber der große Supergau wird erst in der folgenden Generation kommen, wenn die Flaschenkinder erwachsen sind und selbst Kinder bekommen wollen. Denn bereits mit der Babynahrungsaufnahme aus der Plastikflasche wird auch zwangsläufig der Weichmacher mit aufgenommen, so die damaligen Wissenschaftler. Doch obwohl die Gefahren bekannt sind, wurden diese Stoffe nie verboten. Jetzt hat eine führende Epidemiologin und Umweltwissenschaftlerin den Zusammenhang zwischen industriellen Chemikalien und der Penislänge untersucht und festgestellt, dass unsere moderne Welt die reproduktive Entwicklung des Menschen verändert und die Zukunft unserer Spezies bedroht. Wir rotten uns selber aus. Weiterlesen →

R.I.P. Juan Carlos Cerros – Indigener Umweltaktivist in Honduras im Kampf gegen Staudamm ermordet- Indigenous activist killed in Honduras, led fight against construction of a dam

Nachdem unsere Freundin Berta Cáceres, Gründerin des COPINH, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Rechte der indigenen Völker in Honduras zu verteidigen, im Kampf gegen einen Bau eines Staudamms am 04.März 2016 ermordet wurde, sagte ihre Tochter Berta Isabel Caceres: „Wir wollen keine Toten mehr, es reicht!“ Jetzt die traurige Nachricht, dass Juan Carlos Cerros, ein indigener Führer und Umweltverteidiger, auf dem Weg zu seinem Haus, mit Kugeln übersät am 21. März 2021 gefunden wurde. Auch er hat gegen den Bau eines Wasserkraftwerkes gekämpft. Cerros Escalante wurde vor den Augen seiner Kinder erschossen. Er war Mitglied der Lenca-Ureinwohnergemeinschaft in Honduras, die indigenen Lencas-Gemeinden leiden unter dem Bau eines Staudamms in West-Honduras, wo ohne vorherige Konsultation und ohne Rücksicht auf den Willen der Einwohner Rohstoffprojekte errichtet werden. Auch aus der Bundeswirtschaftsministerium heißt es, dass Zentralamerikas Strom aus erneuerbaren Quellen in nächster Zeit durch Wasserkraftwerke beigesteuert wird. Was aber verschwiegen wird, dass die Indigene Bevölkerung betroffen ist, auf deren Land, ohne das sie gefragt werden, die Staudämme errichtet werden. So sagte bereits Bertas Tochter: “Wir wissen, dass es in Honduras einfach ist, Menschen zu finden, die für Geld töten, aber wir wissen auch, dass andere dahinter stecken, mächtige Leute mit Geld und einem Apparat, der es ihnen erlaubt, diese Verbrechen durchführen zu können. Ich persönlich mache die Firma Desa verantwortlich, die den Staudamms Agua Zarca bauen will.“ Diese Morde bekommen in Deutschland keine Aufmerksamkeit, denn oft sind es auch deutsche Konzerne, die von diesen Projekten profitieren. So gab auch einen Protest gegen Siemens, der dem Bau des Staudammes beteiligt war. Der Kampf von Berta war nicht umsonst, der Betrieb des umstrittenen Wasserkraftwerks Agua Zarca  am 9. Juli 2018 von den Behörden eingestellt. Doch neue Staudämme sollen erreichtet werden, wer sich gegen diese Projekte stellt, wird ermordet. Erst 2019 wurde der  Umweltschützer Roberto Antonio Argueta, der an Protesten gegen einen Staudamm beteiligt war,  in der Region Aguàn erschossen Als Drahtzieher des Mordes gelten die Manager des Energiekonzerns, der für den Bau verantwortlich ist. Jedes Jahr werden hunderte Umweltaktivisten  ermordet, viele davon in Lateinamerika. Allein in 2020 wurden in Honduras ein Dutzend Umweltaktivisten getötet. Internationale Institutionen bewerten Honduras mittlerweile als das gefährlichste Land der Welt für Umweltaktivisten. Weiterlesen →

Mysteriöse Chemikalien – Mehr als 50 neue Umweltchemikalien in Blutproben von Müttern und ihren Neugeborenen entdeckt- Mysterious chemicals – More than 50 new environmental chemicals detected in people

Laut einer neuen Studie wurden in Blutproben von Müttern und ihren Neugeborenen mehr als 50 Chemikalien gefunden, die beim Menschen noch nie zuvor nachgewiesen wurden. Bereits eine Studie aus 2017 hatte festgestellt, dass es zu einer fortschreitende Verdummung und stetige Zunahme von Verhaltens- und Entwicklungsstörungen bei Kindern durch Umweltgifte kommen würde. Schon da fanden Forscher bei 90 Prozent der untersuchten Schwangeren einen wahren Chemie-Cocktail im Blut. Diese Chemikalien schädigen das Gehirn des Kindes bereits im Mutterleib. Blei, Quecksilber, Pestizide, Weichmacher, Flammschutzmittel mit polybromierten Biphenylen und Luftschadstoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sollen die Ursache dafür sein, dass immer mehr Kinder Verhaltens- und Entwicklungsstörungen aufweisen. Besonders Weichmacher während der Schwangerschaft wirken sich auf die Intelligenz von Kindern aus. Obwohl BPA schon seit Jahren in der Kritik steht, wird es immer noch verwendet. Im Juli 2019 bestätigt der Gerichtshof der EU, dass Bisphenol A als besonders besorgniserregender Stoff auf Grund seiner reproduktionstoxischen Eigenschaften einzustufen ist, doch der  Erzeugerverband PlasticsEurope hat die EU-weite Klassifizierung von BPA angefochten. Jetzt wurde eine neue Studie mit schwangeren Frauen und ihren Neugeborenen durchgeführt und was sie fanden, ist erschreckend. Die  Forscher haben neue Umweltchemikalien entdeckt, die  große Mehrheit davon sind wenig bekannte oder unbekannte Verbindungen. Die Ergebnisse sind besorgniserregend, da sehr wenig über diese Chemikalien und ihre möglichen gesundheitlichen Auswirkungen bekannt ist, sagen Forscher, die an dieser Studie arbeiteten. Außerdem sind schwangere Frauen und ihre Neugeborenen eine besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe. Weiterlesen →